PortaWestfalica: „Südländischer“ Ladendieb verletzt sieben Mitarbeiter und Kunden im Supermarkt mit Reizgas

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Ein mutmaßlicher Ladendieb hat am Montagvormittag auf seiner Flucht aus einem Supermarkt in Porta Westfalica-Hausberge (Kreis Minden-Lübbecke) mit Reizgas um sich gesprüht. Drei Mitarbeiter des Marktes sowie vier Kunden erlitten Haut- sowie Augenreizungen und klagten zum Teil über Atemwegsbeschwerden. Die Besatzungen mehrerer Rettungswagen kümmerten sich um die sieben Leichtverletzten. Eine Fahndung der Polizei nach dem mit einem Fahrrad geflüchteten Ladendieb blieb zunächst erfolglos.

Als die gegen 11.25 Uhr informierten Polizeikräfte an der Straße „Unter der Schalksburg“ eintrafen, lag noch deutlich wahrnehmbarer Reizgasgeruch in der Luft. Ersten Ermittlungen der Beamten zufolge hatte zuvor ein zirka 40 bis 50 Jahre alter und etwa 1,80 Meter großer Mann versucht, Waren im Wert von 240 Euro mit einem Einkaufswagen an den Kassen vorbei zu schmuggeln. Das blieb den Mitarbeitern des Marktes nicht verborgen und einer von ihnen sprach den mutmaßlichen Dieb kurz vor dem Ausgang schließlich an. Unvermittelt wurde ihm dann von dem dunkel bekleideten Unbekannten das Reizgas ins Gesicht gesprüht.

Zur Beschreibung des in Richtung des Kirchsieks geflüchteten Unbekannten wurde den Beamten angegeben, dass der Mann von kräftiger Statur war und dunkle lichte Haare habe. Von seiner Erscheinung soll er südländisch gewirkt haben. Die Polizei hat wegen versuchtem Diebstahl und gefährlicher Körperverletzung ein Ermittlungsverfahren gegen den Unbekannten eingeleitet. Nach einer vorübergehenden Schließung und einer ausreichenden Lüftung wurde der Supermarkt wieder für die Kunden geöffnet.

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