Trump schiebt Iran-Schläge auf: Zeit für weitere Gespräche mit Verbündeten

US-Präsident Donald Trump hat am Montag seine geplanten Angriffe gegen den Iran vorerst verschoben. Er begründete den Schritt mit dem Wunsch, weitere diplomatische Gespräche zu ermöglichen.

Trump hatte zuvor angekündigt, dass ein entsprechender Schlag am Dienstag erfolgen sollte. In einem Beitrag auf Truth Social schrieb er, die Aktion werde aufgeschoben.

Nach Angaben aus seinem Umfeld hatte der Präsident am Wochenende mit seinem nationalen Sicherheitsteam zusammengetroffen, nachdem es bei den Verhandlungen mit dem Iran bislang zu keiner Bewegung gekommen war. Am Sonntag hatte Trump gedroht, der Iran solle sich „besser schnell bewegen, FAST, oder es wird nichts mehr von ihnen übrig sein“.

Trump sagte, er habe seine Entscheidung nach Rückmeldungen mehrerer regionaler Staats- und Regierungschefs überdacht: Dazu gehörten der Emir von Katar, Tamim bin Hamad Al Thani, der Kronprinz von Saudi-Arabien, Mohammed bin Salman Al Saud, sowie der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohamed bin Zayed Al Nahyan.

In einem längeren Post auf seiner Social-Media-Plattform führte Trump aus, die Führungspersönlichkeiten hätten ihn gebeten, von seinem „geplanten militärischen Angriff“ auf die Islamische Republik Iran abzusehen, der ursprünglich für den nächsten Tag vorgesehen gewesen sei. Hintergrund seien aus ihrer Sicht „ernsthafte Verhandlungen“, in denen seiner Darstellung zufolge als „große Führer und Verbündete“ ein Abkommen zustande kommen werde, das für die USA sowie „alle Länder im Nahen Osten und darüber hinaus“ sehr akzeptabel sein werde.

Der Präsident erklärte außerdem, das erwartete Abkommen werde „keine Nuklearwaffen“ für den Iran vorsehen. Konkrete Details, etwa wie die Bestimmungen zur Straße von Hormus ausgestaltet sein würden, nannte Trump nicht.

Obwohl der Angriff am Dienstag nicht stattfinden werde, machte Trump deutlich, dass die militärische Option weiterhin vorbereitet werde. Er habe Verteidigungsminister Pete Hegseth sowie den Vorsitzenden der Vereinigten Stabschefs, General Daniel Caine, angewiesen, für einen „umgehenden“ und „vollständigen, groß angelegten“ Angriff auf den Iran bereit zu sein, falls kein akzeptables Abkommen zustande komme.

Für Dienstag war zudem ein weiteres Treffen mit dem nationalen Sicherheitsteam angesetzt, um die Lage rund um den Iran erneut zu beraten.

Am 4. Mai 2026 hatte Trump an einem Gipfel für kleine Unternehmen im East Room des Weißen Hauses teilgenommen.