Nach Angaben libanesischer Behörden sind bei Angriffen Israels im Süden des Landes mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Opfern befinden sich demnach mehrere Kinder.
Libanesisches Gesundheitsministerium: 19 Tote nach israelischen Angriffen
Obwohl die Waffenruhe im Libanon verlängert worden ist, haben die Angriffe nach bisherigen Berichten weiter stattgefunden. Israel und die Hisbollah werfen sich gegenseitig vor, die Vereinbarung zu verletzen.
Bei israelischen Luftschlägen im Libanon seien libanesischen Angaben zufolge mindestens 19 Menschen getötet worden. Dazu zählen vier Frauen sowie drei Kinder. Das libanesische Gesundheitsministerium teilte die Zahlen am Dienstag mit.
Ein Angriff auf das Dorf Deir Kanun al-Nahr in der Küstenregion um Tyrus habe nach Regierungsinformationen zehn Menschen das Leben gekostet. Darunter seien drei Minderjährige und drei Frauen gewesen. Drei weitere Personen seien verletzt worden, darunter ein Kind.
Bisher keine weiteren Angaben zum Angriff
Das Ministerium lieferte keine zusätzlichen Einzelheiten. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete jedoch, dass bei dem Schlag ein Haus zerstört worden sei und mehrere Menschen unter den Trümmern gelegen hätten. Später seien ihre Leichen geborgen worden.
Dem Gesundheitsministerium zufolge tötete ein weiterer Luftangriff in der südlichen Stadt Nabatije vier Menschen. Zudem seien zehn weitere verletzt worden, darunter zwei Frauen. Ein dritter Angriff im nahegelegenen Ort Kfar Sir habe fünf Tote gefordert, darunter eine Frau.
Israel und der Libanon hatten sich auf eine Verlängerung der Waffenruhe verständigt. Dennoch kam es bereits am selben Tag erneut zu Angriffen, darunter auch in der Pufferzone im Süden des Libanon.
Israel nennt getöteten Soldaten
Zunächst äußerte sich Israel nicht zu den Meldungen über Opfer im Libanon. Das israelische Militär erklärte jedoch, dass am Dienstag ein Soldat im Kampf im Süden des Landes getötet worden sei. Damit steigt die Zahl der seit Beginn des laufenden Konflikts getöteten israelischen Soldaten auf 21.
Die Hisbollah hatte sich Anfang März, kurz nachdem Israel Angriffe gegen Iran begonnen hatte, auf die Seite ihres Schutzpartners Teheran gestellt und Israel angegriffen. Israel habe daraufhin mit intensiven Gegenangriffen reagiert; nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums seien dabei inzwischen mehr als 3.000 Menschen ums Leben gekommen.
Seit dem 17. April gilt eine Waffenruhe, die am Wochenende um 45 Tage verlängert wurde. Die Hisbollah, deren erklärtes Ziel die Vernichtung Israels ist, lehnt sowohl direkte Gespräche mit Israel als auch die Waffenruhe ab. Mehr als eine Million Menschen seien im Libanon aufgrund der Kämpfe vertrieben worden.
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