Medienkritik von Markus Gärtner: Sie wollen Trump nicht recht geben

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In der vielleicht prominentesten Luxus-Straße der Welt, der 5th Avenue, herrscht Friedhofsruhe. Wo lange die teuersten Ladenmieten der Welt bezahlt wurden und zahlreiche weltbekannte Edelmarken ihre „Flagship“-Geschäfte betreiben, sieht man jetzt zugenagelte Schaufenster, verbarrikadierte Läden und kaum Kundschaft. Über die Geisterstadt-Atmosphäre der einst glitzernden Shopping-Meile liest und sieht man in deutschen Mainstream-Medien fast nichts.

Vor einem Monat, unmittelbar nach dem Tod von George Floyd, war das anders. Demonstrationen und Krawalle lieferten Stoff für Nachrichten. Doch dann kehrte Stille bei uns im Blätterwald zu dem beklagenswerten Zustand im Zentrum von Manhattan ein.

Vielleicht liegt es ja daran, dass Donald Trump, dessen „Versagen“ die hiesigen Blätter gerne in den schillerndsten Farben schildern, selbst vor dem Niedergang von Manhattan und der 5th Avenue gewarnt hat, und zwar in einer harschen Kritik an New Yorks OB Bill de Blasio. Es kann ja nicht sein, dass der wüst beschimpfte Präsident in Washington recht behält.

Da sieht man es mal wieder: die „falschen“ Nachrichten können bezeichnend, vielsagend, relevant und wichtig sein. Solange sie „falsch“ sind, werden sie nicht gebracht oder weitgehend unterdrückt

In diesem Video zeige ich zudem ein entlarvendes Beispiel, wie Medien ihr Publikum verschaukeln, in diesem Fall durch einen skandalösen Widerspruch in ein und derselben Online-Ausgabe von Focus …

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