Sachsen: Bierdeckel-Aktion soll Vorurteile über „Flüchtlinge“ abbauen

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An Peinlichkeit kaum zu toppen: Mit einer Bierdeckelkampagne will Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) Stammtischdebatten begegnen und zur Diskussion über den Umgang mit Flüchtlingen anregen. Dazu sollen eigens 100.000 Bierdeckel in Biergärten, Kneipen und Kantinen in Sachsen verteilt werden, die auf gängige Vorurteile hinweisen und aufklären sollen.

U.a. auch diese zwei nachfolgenden Vorurteile, die auf den Biederdeckeln platziert wurden, mit Frage- Antwortspiel:

Die meisten seien Wirtschaftsflüchtlinge? Antwort: Rund 70% der Asylsuchenden kommen aus Ländern in denen Krieg und Unterdrückung herrschen. – Wer soll das glauben? Die Mehrheit der Flüchtlinge befand sich bereits in einem sicheren Land und hätte ein Asylantrag stellen können, wer dennoch weiter flüchtet, ist nicht auf der Suche nach Schutz, sondern nach einem besseren Leben und das hat nichts mit Asyl zu tun.

Ein Asylbewerber bekäme mehr Geld als ein Hartz IV Bezieher? Antwort: Asylbewerber bekommen weniger als ein Hartz IV Bezieher, ein erwachsener Asylbewerber erhält nach Ende der Erstaufnahme 354 Euro Existenzminimum. – Was nicht auf dem Bierdeckel steht: Der Großteil der Hartz IV Bezieher hat jahrelang gearbeitet und eingezahlt und wird fast auf die gleiche Stufe mit Asylbewerbern gestellt, zudem erhalten Asylbewerber kostenlosen Zugang zur medizinischen Versorgung und Medikamente ohne Zuzahlung, kostenlose Tickets für Bahn und Bus, kostenlose Tickets für Freizeitparks und Schwimmbäder usw., zudem werden wie beim Hartz IV Bezieher die Kosten der Unterkunft und Heizung übernommen und natürlich auch die Zahlung von Kindergeld. Noch was vergessen?

Diese Aktion darf man getrost als Schnapsidee bezeichnen, von den Kosten mal abgesehen.

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