Was geht hier vor? Italiens Regierung organisiert Luftbrücke für „Flüchtlinge“ in Libyen

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Da kommt bestimmt Freude bei den Italienern auf, die Regierung in Rom organisierte eine Luftbrücke für Flüchtlinge aus Internierungslagern in Libyen als humanitäre Maßnahme und sieht darin einen erfolgreichen Anfang, heißt übersetzt, der nächste Magnet ist gesetzt und obendrein kontraproduktiv, die Lage wird sich eher verschärfen, indem sich noch mehr Menschen nach Libyen aufmachen, um per Flugzeug abgeholt zu werden. Gelandet in Italien und danach die Verteilung gemäß der Wünsche der „Flüchtlinge“, oder ist Rom nur als Zwischenstopp vorgesehen und mit Verschnaufpause geht es in Richtung Norden weiter?

Der Rückflug von Ausreisepflichtigen gestaltet sich eher problematisch, vor allem der Begleittross ist derart überdimensional, dass nur wenige Sitzplätze in der gecharterten Maschine für die Abzuschiebenden vorhanden sind. Geradezu ein Wunder hingegen das Einfliegen, wofür man erstaunlicherweise auch Militärflugzeuge verwendet, mit einem Schwung passen 162 „Flüchtlinge in den Flieger und schwupps sind sie da.

Der Alptraum will einfach kein Ende nehmen, aber diese Maßnahme zeigt, worum es eigentlich geht: die Resettlement-Programme mit Einrichtung von Korridoren schneller umzusetzen und damit Europa massiv und nachhaltig zu verändern.

[…] Nach internationaler Kritik an seiner Zusammenarbeit mit der libyschen Küstenwache hat Italien erstmals eine Luftbrücke für Flüchtlinge aus Internierungslagern in dem nordafrikanischen Land organisiert. Die Migranten würden noch am Freitag in Rom erwartet, erklärte das italienische Innenministerium. Minister Marco Minniti und der Vorsitzende der italienischen Bischofskonferenz, Kardinal Gualtiero Bassetti, wollten die Gruppe begrüßen.

Zu ihr gehören nach Angaben des Ministeriums besonders Schutzbedürftige wie Frauen, Kinder und ältere Menschen. So wurden am Freitag aus dem nordafrikanischen Krisenstaat Libyen 162 Flüchtlinge aus Äthiopien, Eritrea, Somalia und dem Jemen mit einer Militärmaschine nach Italien gebracht. Italiens Innenminister Marco Minniti sprach von einem „historischen Tag“: „Erstmals wurde ein humanitärer Korridor von Libyen nach Europa eröffnet. Das ist ein Anfang.“

Unter den Flüchtlingen waren viele Familien, Mütter, unbegleitete Kinder und Menschen mit Behinderungen. […] Quelle: Die Welt.de/23.12.2017

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