Somalischer Flüchtling will 7 Jahre alten Jungen vergewaltigen und wundert sich, warum Polizei ihn sucht

1994

LINDAU. Am vergangenen Donnerstag, 22. Dezember, erschien ein 20-jähriger Mann aus Somalia in Begleitung eines Bekannten, der als Dolmetscher fungierte, bei der Polizeiinspektion Lindau und erkundigte sich, warum die Kriminalpolizei nach ihm gefragt hatte.

Tatsächlich war der Mann mit einem Haftbefehl gesucht. Er wurde festgenommen und dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht in Kempten vorgeführt. Der 20-jährige Asylbewerber ist eines versuchten Sexualdeliktes dringend verdächtig. Er hatte nach den bisherigen Ermittlungen der Kriminalpolizei Lindau Anfang September diesen Jahres versucht, den siebenjährigen Jungen einer Bekannten in deren Wohnung sexuell zu missbrauchen. Die Tat konnte von der Kindsmutter vereitelt werden.

Bis zur Anzeigeerstattung hatte sich der Tatverdächtige aus Lindau abgesetzt. Die Staatsanwaltschaft Kempten beantragte daraufhin einen Haftbefehl wegen Fluchtgefahr. Der Mann wurde im Raum Frankfurt/Main vermutet, sein genauer Aufenthaltsort konnte jedoch nicht festgestellt werden. Jetzt hat er sich der Polizei gestellt. Der Richter bestätigte den Haftbefehl, gegen den 20-Jährigen wurde die Untersuchungshaft angeordnet.
(KPS Lindau)

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