World Vision fordert: Deutschland muss 1.000 minderjährige Flüchtlinge aus Lager Moria aufnehmen

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Irgendeine Organisation fühlt sich immer bemüßigt, irgendwelche Forderungen an Deutschland zu stellen. Nun erlaubt sich die christliche Kinderhilfsorganisationen World Vision Deutschland die Bundesregierung aufzufordern, umgehend etwa 1.000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aus dem Lager Moria auf Lesbos aufzunehmen.

Die Kinder leiden im Lager unter der absoluten Perspektivlosigkeit, sind ausgeliefert von Gewalt und Missbrauch, zudem gäbe es regelmäßige Messerstechereien und die Mädchen trauen sich nachts nicht die Latrinen aufzusuchen. Hört sich wie eine Beschreibung der Zustände in Deutschland an, auch hier trauen sich Mädchen und junge Frauen nachts nicht mehr alleine in die Öffentlichkeit und selbst beim Joggen am helllichten Tag lauern die Gefahren, auch kommt es zu regelmäßigen Messerattacken, zu Gewalt und Missbrauch.

Rund 1.000 MUFLs: In welcher Höhe belaufen sich die Kosten für nur einen unbegleiteten minderjährigen „Flüchtling“? Rund 5.000 Euro im Monat? Außer den acht Prozentanteil von Mädchen, handelt es sich bei dem Rest überhaupt um Minderjährige oder sind es überwiegend junge Männer mit Bartstoppeln, die sich als minderjährig ausgeben, die zwar ohne Papiere aber mit Smartphone flüchteten?  Warum schickt man diese „Ausreißer“ nicht zu ihren Eltern in die Heimat zurück, schließlich gehören Kinder in die Obhut der Erziehungsberechtigten? Oder sollen diese als Vorhut bzw. Ankerkinder dienen, um dann die Familien nachholen zu können? Und selbst wenn die Bundesregierung rund 1.000 MUFLs aus dem Lager Moria aufnehmen würde, wäre das Lager in kurzer Zeit wieder gefüllt – ein Fass ohne Boden.

Schon der Märchenonkel Robert Habeck wollte die Bevölkerung in Deutschland hinters Licht führen, fabulierte von 4.000 Kindern in Lagern auf griechischen Inseln, darunter viele „zerbrechliche Kinder“ und viele Mädchen (nur acht Prozent), letztendlich flog die Flunkerei auf. Und nun folgt der nächste Bericht voller Emotionen samt Aufnahme-Forderung:

[…] Die internationale christliche Kinderhilfsorganisation World Vision fordert die deutsche Bundesregierung auf, umgehend etwa 1.000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aus dem Lager Moria auf Lesbos aufzunehmen. Nach einem Besuch des Lagers auf der griechischen Insel berichtet der Vorstandsvorsitzende Christoph Waffenschmidt von entsetzlichen Zuständen.

Über 20.000 Menschen leben mittlerweile in und um das Lager Moria – ausgelegt ist es für die Aufnahme von 3.000 Flüchtlingen. Die jetzt im Lager lebenden Geflüchteten sind vor allem während der vergangenen sechs Monate von der Türkei aus über das Mittelmeer auf das nahe gelegene Lesbos gekommen.

Waffenschmidt besuchte in der vergangenen Woche das Lager, um sich mit eigenen Augen ein Bild von der Situation vor Ort zu machen: „Die Menschen hausen in Zelten aus Plastikplanen, schlafen in den kalten Nächten auf dem Boden, es gibt kaum Strom. Die medizinische Versorgung ist nicht gewährleistet. Vor allem die Kinder leiden hier unter der absoluten Perspektivlosigkeit.“

Etwa 40 Prozent der Menschen im Lager sind unter 18 Jahre alt. Unter ihnen knapp 1.000 Kinder, die ohne Begleitung geflüchtet und somit besonders schutzbedürftig sind. Sie können keine reguläre Schule besuchen und sind Gewalt und Missbrauch schutzlos ausgeliefert. Regelmäßig gibt es Messerstechereien. Mädchen trauen sich nicht, nachts eine der wenigen Latrinen aufzusuchen. Die 14jährige Sayna berichtet von Übergriffen: „Wir Mädchen werden oft belästigt, haben Angst. Wer ohne Eltern hier ist, lebt besonders gefährlich.“

Auch die sanitären Zustände sind entsetzlich, erklärt Waffenschmidt: „Auf 460 Menschen kommt eine Wasserstelle. Und die gibt es nur im umzäunten Zentrum des Lagers. Doch die weitaus meisten Menschen leben am Rand dieses Zentrums, im sogenannten Dschungel. Hier herrschen unbeschreibliche Zustände. Überall Müll, schlammige Wege. So dürfen Kinder nicht leben.“

Die Kinderhilfsorganisation fordert daher die Bundesregierung auf, schnell und unbürokratisch zu helfen und die etwa 1.000 unbegleiteten Kinder von Lesbos nach Deutschland zu holen. „Eigentlich ist das das Prinzip, das wir in Deutschland immer anwenden. Wenn Kinder Waisen werden, wenn sie praktisch keine Familie mehr haben, dann ist der Staat für ihren Schutz und ihre Sicherheit zuständig.“ Deutschland habe nicht nur die Mittel dazu, sondern auch die von zahlreichen Städten und Gemeinden im Bündnis „Städte Sicherer Häfen“ geäußerte Bereitschaft zur Aufnahme, so Waffenschmidt. Das Flüchtlingsabkommen zwischen der EU und der Türkei dürfe nicht als Feigenblatt dienen, um die Augen vor den menschenunwürdigen Zuständen im Lager zu verschließen.

Waffenschmidt: „Als Christen und Demokraten ist es unsere Aufgabe, den Kindern Schutz zu bieten und uns für ihre Rechte einzusetzen. Lesbos liegt am Rand Europas – aber was dort geschieht, trifft das Herz Europas. Die Situation zu ignorieren hilft Niemandem.“ [….]

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