Wirkungslose Wiedereinreisesperre: Migranten kommen immer wieder

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Fünf Afrikaner griffen Bundespolizisten in der Nähe des Rangierbahnhofes München-Nord auf. Vier von ihnen waren zuvor auf einem Güterzug unerlaubt in die Bundesrepublik eingereist.

Fünf Afrikaner, von denen vier auf einem Güterzug unerlaubt in die Bundesrepublik Deutschland eingereist waren, wurden am Samstagmorgen (6. April) von der Bundespolizei am Rangierbahnhof München-Nord aufgegriffen.

Gegen 6:40 Uhr informierte die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn über mehrere betriebsfremde Personen auf dem Gelände des Rangierbahnhofes München Nord. Eine Streife der Bundespolizei konnte im Stadtgebiet an der Ecke Dachauer Straße / Max-Born-Straße fünf Personen feststellen. Nach ersten Ermittlungen reisten vier der fünf Personen mit dem Güterzug von Verona über den Brenner und Österreich nach München. Alle fünf, darunter ein 29-Jähriger aus Ghana, ein 19-Jähriger aus Gambia, ein 21-Jähriger aus Guinea und ein 24-Jähriger sowie eine 22-Jährige aus Nigeria waren körperlich stabil, so dass sie, trotz der widrigen Reiseumstände und niedrigen Temperaturen in den frühen Morgenstunden keine ärztliche Hilfe benötigten.

Bei einem Datenabgleich auf der Wache am Münchner Hauptbahnhof stellte sich heraus, dass gegen zwei der ohne Ausweispapiere aufgegriffenen Migranten (dem Nigerianer und dem Mann aus Guinea) – nach erfolgter Abschiebung – eine Wiedereinreisesperre vorlag. Beide werden heute dem Haftrichter vorgeführt. Die 22-jährige Nigerianerin hatte einen rechtmäßigen Aufenthaltstitel, könnte evtl. erst in Milbertshofen zu den anderen vier gestoßen sein. Alle Beteiligten machten keine Angaben über den Ort ihres Zustieges.

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