„Wir machen die Ost-Grenze dicht“ – Italien plant Anti-Migranten-Mauer an der Grenze zu Slowenien

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Symbolbild

Die Grenzen innerhalb der EU, bis auf wenige Ausnahmen, sind offen wie Scheunentore, der Schutz der EU-Außengrenzen funktioniert nicht und der massive Ausbau von Frontex wurde auf 2027 verschoben, das Problem der illegalen, unkontrollierten Massenmigration bleibt bestehen und eine Lösung ist in weiter Ferne.

Die EU hat bei dem Außengrenzschutz versagt, Frontex war/ist bisher überwiegend mit Rettungsaktionen im Mittelmeer beschäftigt, einzig Italien handelte mit „geschlossenen Häfen“ für die Wassertaxis, um die illegale Migration einzudämmen. Nun plant Italien einen weiteren Schritt zur Bekämpfung der illegalen Migration, die Ostgrenze soll  mit einer Mauer massiv geschützt werden.

Die Presse.com berichtet:

Italiens Innenministerium prüft zusammen mit der an Kärnten angrenzenden Region Friaul Julisch Venetien die Errichtung einer Anti-Migranten-Mauer an der Grenze zu Slowenien. Die Mauer zwischen den beiden Schengen-Mitgliedern soll 243 Kilometer lang sein.

„Wenn die EU die Außengrenzen nicht schützt, müssen wir mit allen Mitteln allein die Migrationswelle stoppen. Wir können nicht einen Polizist für jeden Meter Grenze einsetzen“, sagte Fedriga, Spitzenpolitiker der rechten Lega um Innenminister Matteo Salvini, im Interview mit der römischen Tageszeitung „Il Fatto quotidiano“.

„Es wird eine Mauer, oder etwas anderes sein, doch müssen wir den Migrationsstrom für die Sicherheit unserer Mitbürger stoppen“, so Fedriga. In den vergangenen Wochen hat die Zahl der Migranten, die über die Balkan-Route und Slowenien nach Italien erreichen, stark zugenommen. Geschätzt wird, dass etwa 80 Migranten pro Tag über Slowenien Italien erreichen.

„Wir machen die Ost-Grenze dicht, wie wir die Seefahrten über das Mittelmeer um 85 Prozent reduziert haben“, kündigte Innenminister Salvini an, der in den vergangenen Tagen mit Slowenien ein Abkommen für zusätzliche Grenzkontrollen unterzeichnet hat.

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