Wie viele deutsche Handwerker für eine syrische Großfamilie malochen müssen

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In Montabaur lebt ein Syrer mit seinen vier Ehefrauen und 23 Kindern, Politikstube berichtete über den Fall der Großfamilie und stellte die für den Bürger wohl dringendste Frage: Was wird den deutschen Steuerzahlern die Rundumversorgung kosten? Nun widmete sich  ein Diplom-Finanzwirt einer Bewertung über die Kosten und den Arbeitszeitaufwand, die zum Beispiel Handwerker leisten,  damit diese syrische Großfamilie versorgt werden kann. Veröffentlich wurde der Beitrag auf der Seite Deutscher Arbeitgeber Verband, nachfolgend einige Auszüge:

[…] Die 95,5 Handwerksgesellen „schenken“ der syrischen Großfamilie Monat für Monat den Gegenwert von 2.292 Arbeitsstunden bzw. 458 Arbeitstagen.

Wie mit einer Lupe legt der Fall die Fehlsteuerungen des deutschen Sozialstaats, der zu einem Wohlfahrtsstaat verkommen ist, offen. Er zeigt die organisierte Verantwortungslosigkeit, den Verstoß gegen das Leistungsprinzip (Privatisierung des Gewinns und Sozialisierung der Kosten). Und er zeigt durch eben dieses Brennglas, dass sich maßlos fortzupflanzen 18,8fach besser lohnen kann, als zu arbeiten.

Bisher waren es nur nüchterne Zahlen. Dazu kommt, dass die 95,5 unbekannten Spender morgens aufstehen, zu ihrer Arbeitsstelle fahren, die Stechuhr bedienen, sich ihre bei Wind, Regen, Kälte, Hitze erbrachten Leistungen beurteilen lassen müssen, die abends von der Arbeit zurückkommen, ihre eigenen Familien unterhalten, ihren Lohn zur Hälfte, durch den Arbeitgeber vom Staat erzwungen, gekürzt erhalten und aus dem Rest nebenbei etwas für die „kleinen Freuden des Lebens“ mühsam zusammensparen.

Es kann meines Erachtens nicht richtig sein, dass jemand voraussetzungslos Verhältnisse schaffen kann, die von anderen erzwungen und ungefragt zu finanzieren sind. Es hat niemand das Recht, auf Kosten anderer seine Lebensgestaltung zu betreiben. Das Vorgenannte ist kein Plädoyer für die Abschaffung von Hilfe, – es ist aber Wissengrundlage, um entscheiden zu können, welche Form von Lebensentwürfen wir künftig finanzieren wollen und finanzieren können. […] Weiterlesen

  • OnkelPaul

    Schön dargelegt. Aber leider eine Steilvorlage für rotzgrüne Rhetorik:
    „Denn wären Steuer- und Abgabenbelastung – wie schon immer gefordert! – höher, ließe sich die Anzahl der für das Erwirtschaften dieser Beträge nötigen Handwerker auf einen sozial verträgliches Maß reduzieren und könnten wir damit ein deutliches Zeichen für Nachhaltigkeit setzen.“

    • George W. Lästerbacke

      Diese Gesellschaft setzt auf kurzfristige, profitable Effekte. Nachhaltigkeit ist kein echtes Thema und passt nicht zum Kapitalismus. Heiße Luft und Verschwendung sind seit Jahrzehnten Programm. Und ein Syrer mit 23 Kindern, dem nützt dieses System eben. Das nun auch noch von Profit geilen „Gutmenschen“ in Gänze Ad absurdum geführt wird. Ergo, das Problem ist nicht der Syrer (Wenn sein Pass nicht gefälscht ist) sondern unsere verkorkste Gesellschaft, an deren Degeneration praktisch jeder Mitschuld trägt. Aber die Ja Sager- und Nörglergesellschaft, wird nichts ändern, sie läuft weiter am Rand der Schlucht, anstatt ihre politischen Verführer hinab zu stoßen. Das gilt nicht nur für Deutschland, sondern für die meisten Länder dieser Erde, hier fällt es nur mehr auf, mit bald Millionen Zuwanderern.