Wie Politik unsere Nationalelf zerstört! (JF-TV THEMA mit Thomas Berthold)

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Ist das ein Zufall? Seit 2018 stehen bei großen Fußballturnieren politische Themen im Fordergrund, seither endeten drei große Turniere für die deutsche Nationalmannschaft gelinde gesagt enttäuschend. Der vorläufige Tiefpunkt dieser Entwicklung war die „OneLove“-Blamage des DFB in Katar samt Ausscheiden in der Vorrunde.

„Man sollte Politik und Sport trennen“, sagt dazu der 62fache Nationalspieler und Fußball-Weltmeister von 1990, Thomas Berthold. Und führt mit der Erfahrung von 18 WM-Spielen aus: „Wenn man dort hinfährt, dann muß man seinen ganzen Fokus auf den Sport legen!“

Von der Weltmeisterschaft in Katar hat sich Berthold vor Ort ein eigenes Bild gemacht, nahm als früherer Weltmeister auch an Veranstaltungen der FIFA teil. Von der umstrittenen Wüsten-WM zeigt sich Berthold positiv überrascht: „Für Spieler und Fans ist die Stadioninfrastruktur das absolute Non plus ultra“, so der Ex-Nationalspieler, der auch die Kataris als sehr gastfreundlich und durchaus tolerant gegenüber den vielen Fans aus aller Herren Länder wahrgenommen hat.

Auf die peinliche Mund-zu-Geste der Nationalmannschaft sowie den Auftritt von Innenministerin Nancy Faeser (SPD), die medienwirksam mit der „OneLove“-Binde im Stadion saß, hätten Sport-Funktionäre und Vertreter ausländischer Verbände durchweg „mit Kopfschütteln“ reagiert.

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2 Kommentare
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MaMa
MaMa (@mark)

War das nicjht abzusehen, als Bierhoff es übernommen hat?
Küss‘ die Hand von Merkel …

Charlotte
Charlotte (@charlotte)

Ein sehr wohltuender Beitrag von Herrn Berthold. Ich glaube ein bisschen, dass auch Emotionen beim Erfolg eine Rolle spielen. Stell dir vor, du gehst in ein Kampfspiel auf höchstem Niveau im Namen eines Landes und du hast den Leuten in diesem Land seit Jahren nur vor den Kopf gestoßen und die sagen jetzt nicht mehr: Du wirst gewinnen, wir drücken die Daumen, sondern die sagen, hoffentlich fällst du möglichst schnell auf die Nase, ich würde es dir gönnen. Ich kann mir vorstellen, dass das den Kampfgeist schwächt.