Wer braucht schon Zentralbanken? Alternatives Geld in der Schweiz

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Wer in Genf an einem Bankomat Geld abheben möchte, hat immer die Wahl zwischen Schweizer Franken und dem Euro. Doch neben dem Franken und dem Euro gibt es seit kurzem auch eine dritte Währung in Genf: Den Léman.

In Zeiten von Austerität, Globalisierung und Neoliberalismus wird die Ungleichheit zwischen Arm und Reich immer größer. Das hat auch mit dem Geldsystem zu tun. Weil eine Gruppe engagierter Menschen in der Schweiz es nicht dabei belassen wollte, sich darüber nur zu beklagen gründeten sie 2015 eine eigene Währung und tauften diese Léman. Das Regiogeld ist nach ökologischen, ethischen und solidarischen Grundprinzipien ausgerichtet und soll vor allem kleinen und mittelständischen Gewerbetreibenden dienen. Zudem sollen die Bürger demokratisch ihr Geld organisieren können. Nur ein Jahr danach akzeptieren immer mehr Geschäfte in Genf und den anliegenden Gemeinden die neue Währung. Antonin Calderon, Sozioökonom und Sprecher des Projekts, erklärt die Idee hinter dem alternativen Geld.

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