Wenn er da nicht Ärger mit seiner Partei bekommt? SPD-Bürgermeister will abgelehnte Asylbewerber sofort abschieben

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Symbolbild

Wenn da nicht mal der Ärger mit der Partei-Spitze vorprogrammiert ist und die Karriere ins Wanken gerät: Nachdem ein Marokkaner eine 19-Jährige überfallen und sexuell belästigt haben soll, fordert der Bürgermeister Dieter Greysinger (SPD) der Stadt Hainichen (Sachsen), dass abgelehnte Asylbewerber sofort abgeschoben werden. Man könnte glatt meinen, Herr Greysinger übernimmt AfD Ansichten, während sich die meisten SPD-Politiker seit dem Spätsommer 2015 immer noch hinter Merkel versteckt halten.

Die Phrase „Abschiebung“ wird meist vor Wahlen gedroschen, entweder ist der Bürgermeister in der Realität gelandet, während seine Parteigenossen ihr wahres Gesicht zeigen und Abschiebungen, wie in Berlin, ganz verhindern wollen, oder es geht Greysinger langsam die Muffe bezüglich der ausufernden Zustände, die Wähler könnten sonst auf die Idee kommen, das Politiker Krisen schaffen, für die man angeblich nichts kann. Politiker der etablierten Parteien kann man in Bezug auf Flüchtlinge/Asylbewerber kein Wort mehr glauben, es zählen keine Forderungen – nur noch Taten.

Focus Online berichtet:

Ein Fall im sächsischen Hainichen treibt den örtlichen Bürgermeister Dieter Greysinger (SPD) um. Ein abgelehnter Asylbewerber soll eine 19-Jährige überfallen und sexuell belästigt haben, wurde allerdings kurz nach seiner Festnahme wieder freigelassen. Greysinger fordert deshalb, dass abgelehnte Asylbewerber künftig sofort abgeschoben werden.

Der Asylantrag des Mannes sei bereits am 26. April 2016 abgelehnt worden. „Wenn ein Asylantrag abgelehnt wird, gehört der Mensch unverzüglich in seine Heimat abgeschoben“, sagte Greysinger der „Bild“-Zeitung. „Wenn er dann auch noch Straftaten verübt, muss er sofort in Abschiebehaft gesteckt werden und dann raus.“

Der Marokkaner (39) soll am 21. September eine 19-Jährige überfallen und sexuell belästigt haben. Kurz nachdem der Mann gefasst wurde, ließ der Staatsanwalt ihn jedoch wieder laufen. Grund: keine Wiederholungsgefahr. Für Greysinger ein Unding: „Das war versuchte Vergewaltigung“, sagte er der „Bild“. „Der Mann war vorbestraft, hatte erst drei Wochen vorher einen anderen Mann mit einem Messer bedroht.“

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