Weitere Großstadt über den Kreißsaal: Massiver Anstieg von neugeborenen Schutzsuchenden in Deutschland

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Symbolbils

Eigentlich könnte der atmende Deckel der Zuwanderungs-Obergrenze halbiert werden, allein von 2015 bis 2019 wurden über 108.000 Kinder von sogenannten Schutzsuchenden in Deutschland geboren, eine weitere Großstadt. Und auch diese Nachkömmlinge, die eine dauerhafte Bleibegarantie für die Familie darstellen und irgendwann als „Deutsche“ gelten, werden erwachsen werden und für eine stattliche Fortpflanzung sorgen. Angesichts der beachtlichen Reproduktionsrate dürfte es in Deutschland bald eng werden, aber auch bei den Sozialkassen, Wohnraum etc.

Vielleicht sollten die Deutschen mithilfe des Taschenrechners mal abschätzen, wie lange oder wie kurz es noch dauern könnte, bis sie zur Minderheit im eigenen Land werden, alternativ reicht auch ein Blick auf die Entwicklung vom Libanon, die das Land nach den drei großen Flüchtlingswellen drastisch veränderte.

Pressemitteilung Statistisches Bundesamt

Von 2015 bis 2019 kamen jährlich im Durchschnitt 27 200 Kinder in Deutschland als Schutzsuchende zur Welt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Weltflüchtlingstages am 20. Juni mitteilt, hat sich die Zahl damit seit dem Jahr 2015 deutlich erhöht. In den fünf Jahren vor 2015 wurden durchschnittlich 4 400 Neugeborene mit Schutzstatus registriert. Grundlage dieser Berechnung ist eine Sonderauswertung zu den Geburtsjahrgängen 2010 bis 2019 aus dem Ausländerzentralregister.

Das Aufenthaltsrecht von ausländischen Kindern, die in Deutschland geboren werden, hängt zunächst von ihren Eltern ab. Daher steht der sprunghafte Anstieg an neugeborenen Schutzsuchenden auch in direktem Zusammenhang mit der erhöhten Zuwanderung von zumeist jungen Schutzsuchenden zwischen 2014 und 2016. In diesem Zeitraum hat sich allein die Zahl der Frauen im Alter von 15 bis unter 50 Jahren unter den Schutzsuchenden von 149 000 auf 324 000 mehr als verdoppelt. Trotz insgesamt wieder rückläufiger Zahlen seit dem Jahr 2016 ist aufgrund der jungen Altersstruktur der Schutzsuchenden auch in den nächsten Jahren noch mit einer erhöhten Zahl von Kindern zu rechnen, die in Deutschland als Schutzsuchende geboren werden.

Ein Drittel der neugeborenen Schutzsuchenden mit syrischer Staatsangehörigkeit

Insgesamt wurden von Anfang 2010 bis Ende 2019 rund 158 000 neugeborene Schutzsuchende registriert. Sie hatten zumeist die syrische (33 %), irakische (11 %), afghanische (10 %) oder nigerianische (6 %) Staatsangehörigkeit. In 6 % der Fälle war die Staatsangehörigkeit noch ungeklärt. Knapp die Hälfte der neugeborenen Schutzsuchenden wurden aufenthaltsrechtlich in eine unsichere Situation mit einem noch offenen Schutzstatus (36 %) oder einem abgelehnten Schutzstatus (14 %) geboren. Die andere Hälfte hatte kurz nach der Geburt einen befristet anerkannten Schutzstatus.

Ende 2019 waren 497 000 minderjährige Schutzsuchende in Deutschland registriert

Ende 2019 waren im Ausländerzentralregister insgesamt rund 1,8 Millionen Schutzsuchende in Deutschland registriert, darunter 497 000 Minderjährige. Knapp 150 000 oder 30 % der minderjährigen Schutzsuchenden wurden in Deutschland geboren. Ende 2016 hatte dieser Anteil noch bei 17 % gelegen.

Schutzsuchende sind Ausländerinnen und Ausländer, die sich nach Angaben des Ausländerzentralregisters unter Berufung auf völkerrechtliche, humanitäre oder politische Gründe in Deutschland aufhalten. Zu ihnen zählen Personen,

a) die sich zur Durchführung eines Asylverfahrens in Deutschland aufhalten (Schutzsuchende mit offenem Schutzstatus),

b) denen ein befristeter oder unbefristeter Schutzstatus anerkannt wurde (Schutzsuchende mit anerkanntem Schutzstatus),

c) die sich nach einer Ablehnung im Asylverfahren oder nach Verlust des humanitären Aufenthaltstitels in Deutschland aufhalten (Schutzsuchende mit abgelehntem Schutzstatus).

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