Weidel/Gauland: Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland ist ein fatales Signal

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Zum geplanten Treffen der Bundesregierung mit Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften zur Einwanderung von Fachkräften äußern sich die Vorsitzenden der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag, Alice Weidel und Alexander Gauland.

Alice Weidel:

„Mit der geplanten Anwerbung von ausländischen Fachkräften sendet die Bundesregierung ein fatales Signal. Bereits jetzt sind viele der Zuwanderer, die in den vergangenen Jahren nach Deutschland gekommen sind, arbeitslos. Gleichzeitig wandern immer mehr deutsche Fachkräfte aus.

Zwischen 2010 und 2018 stieg die Zahl der arbeitslosen Ausländer nach Angaben der Bundesregierung um 33 Prozent, die Zahl der arbeitssuchenden Ausländer sogar um rund 65 Prozent. Diese Zahlen sind umso erschreckender, da während der Flüchtlingskrise immer wieder versichert wurde, unter den Flüchtlingen seien viel Fachkräfte.

Mit der geplanten Anwerbung von Fachkräften im Ausland wird sich das Problem der Zuwanderung in die Sozialsysteme weiter verschärfen. Am Ende wird es heißen: Wir riefen Fachkräfte und Sozialhilfeempfänger kamen. Es wäre daher sinnvoller zu versuchen, die Abwanderung von Fachkräften aus Deutschland zu stoppen.“

Alexander Gauland:

„Solange die deutschen Grenzen nicht konsequent kontrolliert werden und jeder zurückgewiesen wird, der versucht, unberechtigt nach Deutschland einzureisen, darf es keine Anwerbung von Arbeitskräften aus dem Ausland geben.

Es mag in einigen Branchen tatsächlich einen Mangel an Fachkräften geben, doch die nun geplante Anwerbung im Ausland wird daran kaum etwas ändern. Zu groß ist zudem die Gefahr, dass damit das Lohndumping verschärft wird, denn ausländische Fachkräfte verdienen im Durchschnitt deutlich weniger als ihre deutschen Kollegen.

Dass die Wirtschaftsverbände ein Interesse an mehr Zuwanderung haben, ist keine Überraschung: Der Bedarf der Wirtschaft an billigen Arbeitskräften wird niemals gestillt sein. Doch auch wenn der Zustrom von immer mehr Arbeitskräften aus aller Welt im Interesse der Wirtschaft ist, im Interesse unseres Sozialstaates ist er ganz bestimmt nicht.“

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