Was bilden die sich ein? Namibia: Herero-Vertreter fordern 477 Milliarden Euro von Deutschland

1980

Die Bundesregierung hat den Herero und Nama eine Zahlung von 1,1 Milliarden Euro angeboten, obwohl immer wieder betont wurde, dass es aus ihrer Sicht keinen Rechtsanspruch auf Entschädigung gebe und der Betrag als politisch-moralische Verpflichtung zu verstehen sei.

Eine Pflicht zur Zahlung für die Bundesrepublik besteht nicht, die angebotene Summe ist wohl eine Geste des guten Willens für die Missetaten der Vorfahren vor mehr als 110 Jahren. Die Zahlung von 1,1 Milliarden Euro halten die Volksgruppen Herero und Nama für beleidigend, lehnen den Betrag ab und fordern eine Neuverhandlung über die Reparationszahlungen. Aber jetzt wird es unverschämt, da bleibt einem glatt die Spucke weg in Anbetracht der anmaßenden Forderung seitens der Herero-Vertreter:

[…] Mehrere gewichtige Herero-Verbände kämpfen für den Stopp der Aussöhnungs-Vereinbarung. Sie erheben schwere Vorwürfe gegen die Bundesregierung und die von der Zentralregierung in Windhuk gestellten namibischen Unterhändler.

Dorthin soll auch das Geld fließen, mittelbar über Entwicklungsprojekte den betroffenen Gemeinschaften zugutekommen. Viele Herero-Führer hatten auf Direktzahlungen gesetzt – in deutlich größerer Höhe.

Am Montag rückten erneut Herero-Verbände von dem Abkommen ab. Nun verlangen Herero-Vertreter der Zaraeua Traditionsbehörde (ZTA) sogar 8 Billionen Namibia-Dollar von Deutschland. Umgerechnet: Knapp 477 Milliarden Euro! […] Mehr auf Bild.de

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