Walter Riester: Deutliche Kritik an der Migrationspolitik

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Herbe Kritik und offene Bilanz: Für sein Rentenkonzept – dessen Fazit in den Mainstream-Medien meist zwischen „traurig“ und „gescheitert“ lautet – hat Walter Riester viel Schelte bekommen. 16,6 Mio. der nach dem SPD-Politiker benannten Verträge gibt es nach 18 Jahren. Viele Verträge werden nicht mehr bespart, neue kommen kaum hinzu.

In diesem Interview mit Helmut Reinhardt zieht Riester offen Bilanz, gesteht Fehler ein und erklärt, warum das Modell nicht mehr Erfolg hatte. „Ich hätte einiges anders gemacht“, gesteht er, „aber ich habe keine parlamentarische Mehrheit bekommen“.

Riester äußert sich auch zu dem brisanten Streitthema Besteuerung der Renten und analysiert aus seiner Sicht den Vertrauensverlust der Bürger in Staat und Parteien.

Zur Migrationspolitik von Angela Merkel sagt er, deren Scheitern sei billigend in Kauf genommen worden. Der Spruch der Kanzlerin, „Wir schaffen das“, sei von Anfang an „fragwürdig“ gewesen und die Entscheidung sei „nicht weit genug gedacht“ gewesen.
Auch zur EU und deren Expansion findet Riester klare Worte. Für die Aufnahme von Griechenland, Bulgarien und Rumänien habe es „überhaupt nicht die ökonomischen Voraussetzungen“ gegeben. Wenn man trotzdem so eine Entscheidung treffe, müsse man jedoch die Bevölkerung über die Konsequenzen informieren.

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obo
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obo

Klar, diejenigen welche einen Verstand haben und einigermaßen durchblicken , werden nicht gefragt.Das Griechenland ,Bulgarien und Rumänien, die Kriterien zum EU-Beitritt gar nicht erfüllten, war von vornherein klar. Aber die EU will eben alle europäischen Länder in ihrem Verein haben, koste es was es wolle. Daß das normaldenkende Volk über Konsequenzen nicht informiert wurde, ist bei diesen Fehlbesetzungen der dort tätigen sogenannten Komissare aber sowas von klar. Das Volk muß eben dumm gehalten werden,hauptsache es zahlt den Irrsinn welcher verzapft wird.Leider hat aber dieses Zahlvolk, die gleichen politischen Nichtskönner und teilweise strafversetzten Politikdarsteller wieder gewählt,ohne nachzudenken,daß diese Wähler nach der… Weiterlesen »

Berggeist
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Berggeist

Also eins dürfte jetzt schon klar sein: die Beraterkosten müssen auf jeden Fall neu berechnet werden.
Interessantes Gespräch übrigens.