Wahl vorbei, Ruttes Rolle rückwärts: Niederlande sucht Versöhnung mit der Türkei

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Ein Schmierentheater zwischen den Niederlanden und der Türkei? Oder Erdogan als unfreiwilliger Wahlhelfer für Mark Rutte? Ein Tag nach der Wahl in den Niederlanden geht man zum rückgratlosen, politischen Alltagsgeschäft zurück und bewegt sich wieder auf Kuschelkurs. Wer hätte das gedacht?  Das „Aufbegehren“ gegen die Türkei war offenbar nur auf Stimmenfang ausgelegt, wie so oft in der Politik,  hat es auch geklappt.  Das sollte den Wählern in Deutschland eine klare Warnung sein, damit sie nicht hinters Licht geführt werden, nach dem Motto: Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern!

Solch eine Aussage einen Tag nach der Wahl ist schon impertinent, hat aber angeblich nichts mit der Wahl zu tun, passiert rein zufällig, ein Schelm wer da Böses denkt:

[…] Die Partei des niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte schlägt nach dem für sie positiven Ausgang der Parlamentswahl wieder versöhnlichere Töne gegenüber der Türkei an. „Wir würden die Spannungen gerne abbauen“, sagte Verteidigungsministerin Jeanine Hennis-Plasschaert am Mittwochabend in Den Haag.

Es sei alles andere als sinnvoll, so weiter zu machen wie in den vergangenen Tagen. Hennis-Plasschaert spielte damit auf den Streit um Auftritte türkischer Regierungspolitiker in den Niederlanden an, der zuletzt zu einer schweren Krise in den Beziehungen beider Länder geführt hatte.

Rutte war zuletzt vorgeworfen worden, den Streit eskaliert zu haben, um keine Wählerstimmen an die Partei des Rechtspopulisten Geert Wilders zu verlieren. Hennis-Plasschaert wies solche Vermutungen am Mittwochabend zurück. „Wir mussten eine rote Linie ziehen“, sagte sie. „Das hatte nichts mit den Wahlen zu tun.“ […] Quelle: Focus Online vom 16.03.2017

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