Von wegen Soforthilfen: Restaurant-Sterben wegen Corona

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Dass die Coronakrise die Touristik und die Gastronomie besonders hart treffen wird, darauf habe ich bereits letzte Woche in meiner Pressemitteilung hingewiesen. Wie schnell aber die Insolvenzfalle zu schlägt, konnte keiner ahnen…

Die bundesweit bekannte Steak-House-Kette MAREDO hat Insolvenz anmelden müssen. Laut Angaben des Unternehmens sind die radikalen Umsatzeinbrüche seit Inkrafttreten der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus der ausschlaggebende Faktor gewesen. An 37 Standorten in ganz Deutschland werden über 1000 Mitarbeiter ihren Job verlieren.

Mit MAREDO wird nach Vapiano die zweite große Restaurantkette Opfer des Corona-Virus. Vapiano schließt alleine in Deutschland 55 Restaurants mit 3.800 Mitarbeitern, weltweit sind 230 Restaurants und insgesamt 10.000 Beschäftigte betroffen.

In beiden Fällen wird über das KfW-Programm der Regierung versucht, Liquidität zur Erhaltung der Unternehmen zu generieren. Ein Sprecher von Vapiano wies darauf hin, dass die von der Regierung in Aussicht gestellte „KfW-Corona-Hilfe“ zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen „zum jetzigen Zeitpunkt offenbar nicht verfügbar“ sei, da eine Antragstellung über die dafür zuständigen Hausbanken derzeit noch nicht möglich sei.

Diese beiden Fälle zeigen ganz klar auf, dass die großspurig angekündigten Soforthilfemaßnahmen von Minister Scholz und Minister Altmaier alles andere als Soforthilfen sind. Sie scheitern am Antragsverfahren über die Hausbanken, die zudem auch noch ein 20%iges Bürgschaftsrisiko der KfW-Kredite tragen.

Die deutschen Unternehmen brauchen Liquiditätshilfen, unabhängig von ihrer Hausbank!

Artikel vom Focus im Archiv
Quelle: Uwe Witt (AfD)

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