Visa-(Asyl)-Freiheit: Immer mehr Iraner reisen über Serbien nach Westeuropa weiter

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Symbolbild

Welche Nachteile die Aufhebung der Visumspflicht nach sich ziehen kann, zeigt die Entscheidung der serbischen Regierung für Bürger aus dem Iran. Rund 6.000 Iraner sind seit der Visaliberalisierung bisher nach Serbien gekommen, aber nicht zum Kurzurlaub und den Tourismus anzukurbeln, offenbar liebäugelten zahlreiche „Touristen“ wohl mit dem Hintergedanken für einen dauerhaften Verbleib. Das Gros der „Touristen“ aus dem Iran nahm die Reisefreizügigkeit gleich zum Anlass den Schlepper ihres Vertrauens zu kontaktieren, um nach Westeuropa – vermutlich insbesondere ins Sozialparadies Deutschland – weiterzureisen, der andere Teil stellte gleich den Asylantrag in Serbien, die Weiterreise ist womöglich für einen späteren Zeitpunkt geplant. Unter dem Motto „Familienzusammenführung“?

Die Probleme der Visa-Freiheit kennen deutsche Behörden auch mit den Georgiern, die ihren Kurztrip nach Deutschland für Asylgesuche nutzen und ein Teil derer obendrein ihre kriminellen Aktivitäten ausüben.

Vielleicht sollte man allmählich eine Revision des Asylrechts in Betracht ziehen und das Anreizsystem „All-inklusive-Paket“ begrenzen oder gleich ganz abschaffen, denn auch im Fall der Iraner handelt es sich wohl eher um Wirtschaftsmigranten, die sich als Asylsuchende ausgeben und sich das Zielwunschland aussuchen.

[…]  Immer mehr Iraner reisen offenbar nach Serbien, um von dort weiter nach Europa zu kommen. Im August vergangenen Jahres hatte die Regierung in Belgrad verkündet, dass Serbien die Visumpflicht für Bürger aus Iran aufhebt. Ziel sollte es sein, den Tourismus zu fördern und potenziellen Investoren die Anreise zu erleichtern. Nun hat Serbien offenbar ein Problem: Denn einige der Reisenden lassen ihren Rückflug sausen, stellen entweder einen Asylantrag oder reisen über die Balkanroute nach Deutschland oder Frankreich weiter.

Wie die Organisation „Info Park“ unter Berufung auf Angaben des serbischen Innenministeriums berichtet, sind seit Beginn der Visaliberalisierung mehr als 6000 „iranische Touristen“ nach Serbien gekommen. Eine große Zahl von ihnen sei nicht in ihr Herkunftsland zurückgekehrt, sondern nach Westeuropa weitergereist. Viele von ihnen nutzen den Aufenthalt in Belgrad demnach, um Kontakt zu Schmugglern aufzunehmen.

Serbiens Minister für Handel und Tourismus, Rasim Ljajic versucht, seine Landsleute zu beruhigen. Er sagt: Die Regierung bemühe sich, „das Risiko eines Missbrauchs des visumfreien Verkehrs mit Iran auf das geringstmögliche Maß zu senken“. […] Quelle: Focus Online/30.3.2018

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Kai-Maui
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Ich wohne im Wald. Falls ich nachts meine Haustür auflassen würde, die ganze Wohnung vorher mit schmackhaften Leckereien ausgelegt hätte, dann dürfte ich mich am nächsten Tag nicht über jede Menge Ungeziefer beklagen.