„Vielfalt im Rechtssystem“ – Großbritannien: Erste muslimische Richterin mit Kopftuch

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Symbolbild

Was in Deutschland noch undenkbar scheint, ist in Großbritannien bereits Realität: die erste muslimische Frau mit Kopftuch auf der Richterbank. Die 40-jährige Raffia Arshad  wurde letzte Woche zur stellvertretenden Bezirksrichterin ernannt.

Ist eine Richterin, die glaubt, zum Tragen eines religiösen Kopftuches zwingend verpflichtet zu sein, überhaupt geeignet für den Richterberuf, weil zu befürchten wäre, dass sie die Religion über die Gesetze stellen könnte, insbesondere in der Familienrechtsprechung wäre das essentiell?  Wie weit soll es noch abwärts gehen mit dem Neutralitätsgebot und den absonderlichen ideologischen Ansprüchen?

[…] Für Arshad sei die Ernennung einer Muslimin zur Richterin, vor allem einer Kopftuchtragenden Muslimin, sehr positiv für die Diversität im britischen Rechtssystem. Neben muslimischen Frauen, sei es insgesamt für alle Frauen wichtig: „Aber für muslimische Frauen ist es besonders wichtig.“

Dennoch gäbe es im Rechtssystem weiterhin noch Schwierigkeiten für Muslime. Die ehemalige Rechtsanwältin wurde im Gerichtssaal regelmäßig diskriminiert, weil sie sich entschieden hatte, ein Kopftuch zu tragen, erklärt sie. Sie würde manchmal mit Gerichtsangestellten oder Klienten verwechselt. Kürzlich sei sie von einem Platzanweiser gefragt worden, ob sie eine Klientin oder eine Dolmetscherin ist. […] Mehr auf islamiq.de (Archiv)

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