„Verräter!“ – Ecuadorianische Polizei knüppelt wütende Assange-Unterstützer nieder

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In der ecuadorianischen Hauptstadt Quito sind am Dienstag zahlreiche wütende Demonstranten auf die Straßen gezogen. Sie protestierten gegen die Entscheidung ihrer Regierung, dem Enthüllungsjournalisten Julian Assange den Asylstatus zu entziehen, wodurch seine Verhaftung möglich geworden war. Rund tausend Menschen sollen an den Protesten beteiligt gewesen sein. Die Polizei ging mit Schlagstöcken gegen sie vor.

Die Polizei reagierte wenig freundlich auf die Demonstranten und ging äußerst rabiat gegen sie vor. Zahlreiche Menschen wurden angegriffen und mehrere zu Boden geknüppelt, als Polizisten in Schutzausrüstung die Assange-Unterstützer mit Schlagstöcken die Straßen entlang verfolgten.

Die Protestler bezeichneten ihren Präsidenten, Lenín Moreno, als Verräter. Eine Demonstrantin meinte, dass die ecuadorianische Regierung das Land an die USA verkaufen würde.

Sie schimpfte:
„Raus mit dem Verräter, raus! Unser Heimatland muss respektiert werden. Respektieren Sie das ecuadorianische Volk. Wir haben für Sie gestimmt, damit Sie regieren, nicht damit Sie uns in die Vereinigten Staaten verkaufen. Abscheulich! Verräter! Hören Sie auf mit diesen Missbräuchen. Hören Sie auf, Rafael Correa zu verfolgen.“

Zu der Wut der Demonstranten kam es, nachdem Ecuador dem Enthüllungsjournalisten Julian Assange, der sich sieben Jahre lang in der ecuadorianischen Botschaft in London im Exil befand, das Asylrecht entzogen und ihn an die britische Polizei übergeben hat.

Lenin Morenos Vorgänger Rafael Correa hatte Assange Schutz vor Verfolgung geboten und in ihn der Botschaft residieren lassen.

Assange wäre nämlich bei Verlassen der Botschaft sofort von britischen Polizisten verhaftet worden, und dann möglicherweise in die USA für seine Enthüllungen ausgeliefert.

Menschenrechtler befürchten, dass Assanges Rechte dort in Gefahr wären, von Folter bis zur Todesstrafe sei alles möglich.

Seitdem Lenín Moreno allerdings Ecuadors Präsident ist, sah sich Assange zunehmend mit Einschränkungen und Verboten konfrontiert. Letzte Woche wurde er, nachdem im das Asyl entzogen worden war, von der britischen Polizei noch in der Botschaft verhaftet. Die USA haben bereits seine Auslieferung gefordert.


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