Umfrage im Reinigungsgewerbe: Mitarbeiter kündigen wegen Bürgergeld

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Symbolbild

Ergebnisse einer neuen Erhebung im deutschen Reinigungsgewerbe, über die die faz exklusiv berichtet, zeigen, wie wahr die Bürgergeld-Kritik ist: Mehr als zwei Drittel der Unternehmer haben demnach schon die Erfahrung gemacht, dass Beschäftigte ihre Arbeit aufgeben und zur Begründung die Möglichkeit des Bürgergeldbezugs anführen.

In der noch unveröffentlichten Auswertung, für die der Bundes­innungs­verband des Gebäudereinigerhandwerks (BIV) seine 2500 Mitgliedsunternehmen befragt hat, antworteten demnach 28,4 Prozent der Unternehmen, dass bei ihnen „bereits mehrere Beschäftigte mit konkretem Verweis auf das Bürgergeld gekündigt oder eine Kündigung in Aussicht gestellt haben“. Weiterlesen auf Apollo News.net

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FX9799
FX9799 (@fx9799)

War zu erwarten.

MaMa
MaMa (@mark)

Was für ein Zufall, das ist ganz neu, das konnte niemand erwarten …

Schon zu Schröders Zeiten wusste man, wenn die staatl. Stütze zu hoch ist, dann wird zu wenig gefordert und zu viel gefördert.

Timon
Timon (@timoxx20)

Ob die Stütze zu hoch ist, darüber kann man streiten. Die Stütze wurde am gesetzlich festgelegten Existenzminimum berechnet und ist laut Wohlfahrtsverbänden im Grunde immer noch zu gering. Das Problem liegt am Lohnabstandsgebot, es werden zu geringe Löhne gezahlt, insbesondere im Dienstleistungsgewerbe. Dort findet man fast durchgehend nur Arbeitnehmer, welche mit dem Mindestlohn abgespeist werden. Der Mindestlohn setzt sich auf Grundlage des gesetzlich garantierten Existenzminimums zusammen. Denn wer Mindestlohn bezieht, hat unter dem Strich kaum mehr als ein Bürgergeldempfänger. Was jetzt wieder betrieben wird, ist Hetze gegen die Arbeitnehmer und ausschließlich zum Wohle der Arbeitgeber und zum Nachteil der Sozialkassen.… Weiterlesen »

Zuletzt bearbeitet 7 Monate her von Timon
MaMa
MaMa (@mark)
Antwort an  Timon

Das Problem sind die Abgaben und Steuern.
Wir schicken die hier erwirtschaftete Leistung = unser Steuergeld als Hilfe ins Ausland.
Während im Ausland dann die Steuern entsprechend niedrig sind und von unseren Hilfe die Straßen dort gebaut werden, fahren wir auf Omas nd Opas Straßenbelag!

Damit der Job-Export weiter geht, müssen unsere Löhne und Steuern hoch bleiben. Beides sorgt für den Abfluss von Jobs.

Timon
Timon (@timoxx20)
Antwort an  MaMa

Das Problem der Abgaben und Steuern sind nicht das Hauptproblem, dies wird zwar immer wieder gesagt, weil es der einfachste Weg ist, jedoch wenn man einen Sozialstaat haben möchte, muss man diesen auch finanzieren. Schaut man nach Belgien oder den Niederlande so auch in Großbritannien, dort sind die Abgaben höher als in Deutschland, dennoch bleibt den Menschen dort, am Monatsende noch etwas in der Geldbörse. Das Hauptproblem ist das Lohnabstandsgebot, wenn die Politik sagt, Arbeit muss sich wieder lohnen, dann muss man dem Bürger auch den entsprechenden Lohn gewähren. Nutznießer sind die Arbeitgeber, welche zugern Arbeitnehmer mit dem Mindestlohn abspeisen… Weiterlesen »