Über die Balkanroute nach Italien: Immer mehr illegale Migranten erreichen Triest

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Foto: ilgiornale,it

Immer mehr illegale Migranten gelangen von Bosnien über Kroatien und Slowenien ins nordöstliche Italien. Am 12. Mai trafen in wenigen Stunden 160 Personen ein, hauptsächlich Afghanen und Pakistaner, der Tageshöchststand seit Jahresbeginn, berichtet ilgiornale.it. Die Wiedereröffnung der Balkanroute an der Nordostfront begann bereits Ende April. In Triest wurden durchschnittlich 40 illegale Einwanderer pro Tag aufgespürt. Und in Bosnien wären 7.500 illegale Migranten bereit, nach Italien auszureisen.

„In der Praxis öffneten sie die Hähne, um das Gewicht der Ströme insbesondere auf Italien und Friaul-Julisch-Venetien abzuladen, wodurch eine auch aus gesundheitlicher Sicht unkontrollierbare Situation entstand. Es ist inakzeptabel“ greift der Regionalrat für Sicherheit Pierpaolo Roberti an, der mit dem Finger auf Slowenien zeigt.

Eine kleine afghanische Migranten-Gruppe ist gerade angekommen (Foto oben) und sitzt am Rande der Asphaltstraße. Nachdem die Afghanen von den Soldaten des piemontesischen Kavallerieregiments übernommen wurden, die die Temperatur der Ankömmlinge gemessen und Masken verteilt hat, setzte man die Illegalen in Busse und eskortierte die Fahrt nach Triest. Ein VideoTrieste, la Lampedusa del Nordestzeigt die Neuankömmlinge:

Kein Virus, kein Virus“, schreit Rahibullah Sadiqi und hebt als Zeichen des Sieges die Daumen hoch. Der Afghane verließ sein Land vor einem Jahr und wanderte „zwölf Tage von Bosnien über Kroatien und Slowenien nach Italien“. „Die Kroaten haben mich neun Mal zurückgeschickt, aber jetzt gab es keine Polizei mehr, und wir sind alle vorbeigekommen“, erklärt er lächelnd.

Das nachfolgende Video vom 12.5.2020 zeigt ab Minute 0:33 ein Waldstück, wo offenbar Dokumente entsorgt wurden – also auf der Flucht verloren:

 

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