Tichys Einblick: Deutschland auf dem Weg in die Ernährungskrise

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Eigentlich wäre Deutschland in der Lage, sich selbst zu versorgen, aber die drohende Knappheit bei Stickstoffdünger, der Kampf gegen das Glyphosat, die Stilllegung von Ackerflächen und andere Behinderungen der deutschen Landwirtschaft verhindern das. So sollen 20 Prozent der Anbauflächen lediglich „biologisch bewirtschaftet“, weitere 10 Prozent der Anbaufläche sollen als ökologisches Brachland stillgelegt werden. Özdemir will Blühwiesen statt Weizenfelder. Er lässt sein Ministerium verkünden, dass die Versorgung mit Nahrungsmitteln in Deutschland und in der EU aufgrund des hohen Selbstversorgungsgrades sicher sei.

Özdemir hofft auf die teuerste Variante, dass im Notfall andere europäische Länder Deutschland mit Nahrungsmitteln aushelfen, wie es bereits auf dem Energiesektor geschieht. Doch da könnte sich Özdemir verrechnen.

Auch Robert Habeck sprach in seinem Statement nach der Klausur der Bundesregierung in Meseberg nur davon, dass die Lebensmittelverknappung dramatische Folgen haben könnte – und zwar für Länder mit instabilen politischen Verhältnissen – und dass es daher die Pflicht der Bundesregierung wäre, dafür zu sorgen, die Lebensmittelversorgung dieser Länder sicherzustellen. Die Aufgabe besteht laut Habeck also nicht darin, in Deutschland die Nahrungsmittelversorgung zu sichern, sondern stattdessen in allen Ländern der Welt mit unruhigen politischen Verhältnissen.

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