Thüringens Innenminister entsetzt: Deutsche attackieren Afrikaner – keine Haftbefehle beantragt

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Eine deutsche Männer-Gruppe soll erst verbal und dann tätlich drei Männer aus Guinea in Erfurt attackiert haben, die Afrikaner wurden verletzt, einer davon schwer. Für die zwölf mutmaßlichen Täter liegen keine Haftgründe vor bzw. wurden keine Haftbefehle beantragt.

Während gewalttätige Übergriffe von Migranten- und Flüchtlingsgruppen auf Deutsche eher eine Randnotiz in den Leitmedien sind und sich kaum Politiker zu den Tätern äußern und das Schicksal der Opfer gleichgültig scheint, der Aufschrei ausbleibt, herrscht jetzt im Erfurt-Fall pures Entsetzen über die Gewalttat und dass die Tatverdächtigen wieder auf freien Fuß gesetzt wurden.

Was für eine Doppelzüngigkeit, auch in Anbetracht fast täglicher Angriffe von Gruppen junger Männer, die berühmten Einzelfälle, denen angeblich fast immer ein „Streit“ vorausging, für gewöhnlich zahlenmäßig dominant und übermächtig auftreten, brutal und teils grundlos Menschen angreifen, diese verletzten, schwerverletzen oder gar den Tod in Kauf nehmen.

[…] Zwölf mutmaßliche Täter, die in der Nacht zum Samstag in Erfurt drei Männer aus Guinea angegriffen und teils schwer verletzt haben sollen, sind wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Haftbefehle seien nicht beantragt worden, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Erfurt am Sonntag auf Anfrage. Es lägen keine Haftgründe vor – das seien unter anderem Flucht- oder Verdunklungsgefahr. Die Ermittlungen gegen die Verdächtigen liefen weiter.

Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) schrieb auf Twitter: „Ich bin schockiert! Erneut rechtsextreme Gewalt in Erfurt. Bin in Gedanken bei den Opfern.“ Der Vorfall zeige eine steigende Gewaltbereitschaft in rechtsextremistischen Strukturen. Die Tat geschah vor einem bekannten Treffpunkt der rechten Szene.

Maier twitterte nach der Entscheidung der Staatsanwaltschaft: „Die Nazi-Schläger von Erfurt laufen alle wieder frei rum. Ich weiß, dass es mir nicht zusteht, die Justiz zu kritisieren. Aber für die Opfer und die Menschen am Herrenberg ist das eine Katastrophe.“

In Thüringer Sicherheitskreisen wird davon ausgegangen, dass sich in dem Szenetreff, vor dem der Angriff erfolgte, auch Mitglieder oder Sympathisanten der rechtsextremistischen Kleinstpartei Dritter Weg regelmäßig aufhalten. Die Polizei äußerte sich dazu nicht. […] Quelle Welt.de (Archiv)

Für Thüringens Innenminister scheint die Beweislage eindeutig zu sein, offenbar glaubt er alles zu wissen. Vielleicht sollte sich Herr Maier als Augenzeuge bei der Polizei melden, die werden noch gesucht.

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