Theologe Schröder: Ohne Strenge bei Migranten machen wir uns zum Affen

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Der Migrationsdruck auf Deutschland ist deswegen so groß,  weil ein Sozialsystem verankert wurde, dass jedem Bürger mehr verspricht, als man in den armen Ländern Afrikas und des Nahen Ostens je haben könnte. Viele sind keine Bürgerkriegsflüchtlinge oder politische Verfolgte, viele nicht hilfsbedürftig und viele sind Resultat einer unkontrollierten Bevölkerungsexplosion.  Man denke nur an die tausende Iraker, die wieder zurück in die Heimat fliegen, weil hier doch nicht Milch und Honig fließen.  Das Schlimmste ist, dass von Lebensstandard „schlecht“ bis zu Lebensstandard „gut“ zigtausend Euro für einen „Flüchtling“ aufgewendet werden muss, obwohl viele „Flüchtlinge“ keine Bleibeberechtigung haben.

Auch der Theologe Professor Richard Schröder äußert sich besorgt über die Entwicklung, denn der Anteil der jungen männlichen Bevölkerung in Deutschland aus Ländern des Nahens Ostens könnte in absehbarer Zeit die 50% Marke überschreiten, heißt, Deutschland wird ein gewaltiges Problem bekommen. Professor Schröder fordert im Interview mit Welt Online mehr Abschiebungen von nicht bleibeberechtigten Migranten und warnt, Flüchtlingen falsche Hoffnungen zu machen. Der Staat müsse gerecht sein – nicht barmherzig.

[…]Die Welt: Haben Politik und Gesellschaft im Herbst 2015 Erwartungen geweckt, die nicht einlösbar sind?

Schröder: Der Fehler ist älter. Über die Jahre hin wird etwa die Hälfte derer, die zu uns kommen, nicht als Flüchtling anerkannt. Trotzdem wurden nur zehn Prozent von ihnen abgeschoben.

Die Welt: Etliche allerdings reisen freiwillig aus.

Schröder: Ja, nämlich weitere zehn bis 15 Prozent. Aber im Ausland heißt es: In Deutschland gibt es genug Tricks, um zu bleiben. Wir haben dem Gerücht „Wer nach Deutschland kommt, darf bleiben“ nicht wirksam widersprochen, obwohl die Rechtslage immer klar war. Wenn wir die Rechtslage nicht durch Tat und Bild sichtbar vollziehen, wird sie uns nicht geglaubt.

Dann können Schlepper weiter verbreiten: Wer nach Deutschland kommt, erhält ein Haus und 3000 Euro Handgeld. Wenn sie stattdessen zunächst in einer Turnhalle unterkommen, ist die Enttäuschung groß. Es gibt unter Migranten den Spruch: Die Deutschen kann man leicht betrügen. So etwas ist Gift für das Ansehen des Rechtsstaats. Hilfsbereitschaft darf nicht als Schwäche missdeutet werden. Güte muss sich deshalb mit Strenge paaren, sonst machen wir uns zum Affen.

Die Welt: Sie sprechen von einem „Flüchtlingsstrom“, vergleichen also Menschen mit einem gefährlichen, potenziell mörderischen Wasserlauf.

Schröder: Was haben Sie dagegen? Der Vergleich mit einem Strom passt leider. Menschenmassen haben etwas Unwiderstehliches. Wenn irgendwo eine Panik ausbricht, erweisen sich Menschenmassen wie eine Naturkraft, die durch Dialog und gutes Zureden nicht zu stoppen ist.

„Einzeln haben wir keine Chance, zu Tausenden schaffen wir es“, war auf einem Flugblatt in Idomeni zu lesen. Gemeint war der Grenzdurchbruch. […] Weiterlesen

Die Errungenschaften in Deutschland, sei es kulturell, wissenschaftlich, oder gesellschaftlich,- diese Dinge haben sich die Deutschen seit über Jahrhunderte erkämpft und erarbeitet. Und nur zu behaupten, das wäre auf dem Rücken aller notleidenden Völker passiert, deshalb habe jeder arme Ziegenhirte, der in Afghanistan im Mittelalter lebt, einen Anspruch darauf in diesem Land zu leben, ist fern jeder geschichtlichen Realität, Logik, und auch jeder Moral. Die Lösung liegt nur in den jeweiligen Ländern. Die Menschen müssen ihr eigenes Bewusstsein aktiv verändern, wenn sie in einem besseren Land leben wollen. Das könnte die hiesige Politik natürlich anders unterstützen. Aber die Motivation und Macht der Politikdarsteller ist ein anderes Kapitel.

Trotz aller emotionalen Betroffenheit ist die Lösung all dieser Probleme in den Herkunftsländern zu suchen und zu finden. Dazu sei erinnert an Peter Scholl-Latour, der sagte: „Wir können Kalkutta nicht retten, indem wir Kalkutta zu uns holen.“

Ein relativ kleines Land wie Deutschland kann nicht durch die unbegrenzte Aufnahme  von Menschen von außerhalb das Gemeinwesen am Leben halten. Einfach mal darüber nachdenken, wie wäre es tatsächlich, wenn jedes Jahr  1, 2 oder 5 Millionen kämen. Wie viele Ressourcen, Wohnraum, Kapazitäten in Administration, Bildungswesen, Sicherheit etc., müssen extra für dieses mehr an Menschen geschaffen werden? Was bedeutet das für anderes und andere, die in Konkurrenz um diese knappen Ressourcen stehen? Es gibt auf all diesen Ebenen Begrenztheiten. Wenn man das Ganze dann auch noch als „never-ending story“ aufzieht, stete Aufnahme aller, die kommen wollen, dann schafft man primär vielleicht eine Sozialindustrie auf Pump, die sich selbst durch steten Zulauf am Leben hält, effektiv schafft man jedoch nichts. Irgendwann wäre auch das Gemeinwesen, der Staat, gänzlich bankrott, was ein weiteres Problem wäre. Nichts mehr, was Stabilität und Sicherheit gibt.

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