Testballon? Ein Moslem als Staatsoberhaupt von Deutschland?

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Die Berichterstattung kommt zu einer Zeit, wo sie als Provokation empfunden werden kann? Das Bedürfnis der Linken, der Grünen einschließlich Sozialdemokraten, das Amt des Bundespräsidenten als eine Art Trostpreis einem Vertreter irgendeiner „unterdrückten Minderheit“ zuzuschanzen, spricht für ihr verklemmtes Verhältnis zum Staat. Drei Parteien und keine davon meint jemanden zu haben, der sich als Präsident eignet?

Ein moslemischer Kandidat, Schiit,  in der jetzigen Situation würde es das Land endgültig zerreißen, da verwundert das fehlende Fingerspitzengefühl. Nichts gegen Herrn Navid Kermani (Foto), gewiss ein guter und sympathischer Mann mit Weitblick und Herz, aber im vorauseilenden Gehorsam, quasi als Selbstbestätigung des Satzes – der Islam gehöre zu Deutschland – jetzt einen Moslem zum Staatsoberhaupt zu machen, ist kein guter Weg. Für die Minderheiten dann das Vorbild für die gelungene Integration und für die Islamkritiker dann die wahr gewordene Schreckensvision der islamischen Invasion? Dann doch lieber einen weiteren Wischi-Waschi-Grüßaugust mit Larifari-Vita und dem Rückgrat eines Politikers?

Bei der Wahl des Bundespräsidenten sollten die Parteien ehr vorsichtig vorgehen, auch was alle anderen Kandidaten betrifft: In Zeiten, wo der Eindruck herrscht, dass egal wen man in den Bundestag wählt, die Kanzler- und Regierungsfrage einerlei ist, sollte man nicht auch noch Öl ins Feuer gießen und den Leuten einen Bundespräsidenten vorsetzen, mit dem sich keine Mehrheit identifizieren kann.

Dem Artikel kann man nur entnehmen, was aus Sicht des Autors Kermanis Persönlichkeit auszeichnet. Nirgends ist zu lesen, was ihn zum Repräsentant Deutschlands auszeichnet, welche Positionen er vertritt und warum man annimmt, dass das nicht gefragte Volk ihn wählen würde, wenn es dürfte.

[…] Der aus dem Iran stammende Kölner ist Essayist und Reporter, Denker, Orientalist und Theaterregisseur, er ist ein Schiit mit herausragenden Korankenntnissen sowie ein profunder und vielleicht gerade deshalb ironischer Kenner des Christentums. Nicht zuletzt kann er etwas meisterlich, das in Deutschland eben nicht jeder kann: reden.

Dann ist er noch Muslim. Das ist ein immenser Vorteil, weil Integration und kulturelle Selbstveränderung zu den größten nationalen Aufgaben der nächsten Jahre zählen. Manche, die Kermani sehr schätzen, sagen aber auch, dass es nach dem Jahr der subjektiven Selbstüberforderung durch eine Million überwiegend muslimischer Flüchtlinge ein bisschen over-the-top wäre, einen Muslim ins Bellevue zu schicken. Ein Schritt, ohne Zweifel, in die richtige Richtung – aber zu schnell. […] Weiterlesen

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