SPD-Jugend will Indianer-Kostüme als rassistisch verbieten lassen

1090

Die Kölner Jusos fordern mehr Political Correctness im Karneval. Sogenanntes „Blackfacing“ oder die Kostümierung als „amerikanische Ureinwohner/innen“ seien rassistisch und gehörten verbannt.

Und wenn man schon mal dabei ist, sollten sich auch gleich noch Karnevalsgesellschaften wie die „Ihrefelder Zigeuner“ umbenennen. In diesem konkreten Fall will die Vorsitzende der Kölner Jusos sogar eine direkte Linie zu den Verbrechen an Sinti und Roma während der NS-Zeit erkennen.

Kern der Problematisierung ist sogenannte „kulturelle Aneignung“. Darunter versteht die SPD-Nachwuchsorganisation die Adaption eines Bestandteils einer Kultur von Mitgliedern einer anderen Kultur.

„Nach dieser wirren Logik darf niemand mehr durch Verkleidung in eine andere Rolle schlüpfen, wenn sich irgendjemand davon diskriminiert fühlen könnte“, erklärt Gabriele Walger-Demolsky, MdL, kulturpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion NRW. „In noch nicht einmal letzter Konsequenz bedeutet das: Verkleidungsverbot und Ende des Karnevals.“

„Die AfD-Fraktion NRW macht sich für den Erhalt der langen Karnevalstradition stark. Kostüme drücken den wertschätzenden und weltoffenen Kern des Festes aus und sind kein Ausdruck von Rassismus.“

4.7 12 Bewertungen
Artikel Bewertung
Folgt Politikstube auch auf: Telegram

4 Kommentare
Inline Feedbacks
View all comments