SPD-Bayern würdigt Schlepper-Kapitän der „Lifeline“ mit Europa-Preis

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Claus-Peter Reisch, Kapitän des Schlepperkahns „Lifeline“, der in Malta vor Gericht steht und zeitweilig nach Deutschland ausreisen durfte, wird für seine illegale Einwanderungshilfe….ähm für sein Engagement mit dem Europa-Preis der SPD-Landesfraktion Bayern gewürdigt.

De facto sammeln Reisch und seine Helfer „Schiffbrüchige“ wenige Kilometer von der afrikanischen Küste auf, allerdings nicht im zufälligen Vorbeifahren, sondern sie positionieren ihren Schlepperkahn, um ausschließlich diese „Bootsflüchtlinge“ zu finden und „zu retten“, um den Aufgesammelten den Zugang zum Territorium der EU zu verschaffen. Das ist ein seltsames Verständnis von „Seenotrettung“.

[…] Die SPD-Landtagsfraktion würdigt das Engagement des „Lifeline“- Kapitäns Claus-Peter Reisch mit ihrem Europa-Preis. Menschen wie er „halten die Werte am Leben, für die unsere Gemeinschaft steht“, sagte SPD-Landeschefin Natascha Kohnen am Dienstag.

Der Schutz der Menschenwürde sei oberstes Ziel der Europäischen Union. „Immer häufiger treten gewählte Politiker in Europa dieses Prinzip mit den Füßen.“ Dass Reisch in einem Prozess auf Malta nun eine Strafe drohe, sei eine Bankrotterklärung an die Menschlichkeit und das Mitgefühl.

SPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher sagte: „Die grundlegendste Form, Menschenwürde zu achten, ist es, Menschenleben zu retten. Seenotrettung ist praktizierte Humanität.“ Der mit 2500 Euro dotierte Preis soll Reisch am 27. Juli im Landtag übergeben werden. […] Quelle: Tag24.de/17.72018

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