Solingen: Kirchengemeinde verhindert Abschiebung eines ausreisepflichtigen Iraners

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Symbolbild

Und wieder ist eine Abschiebung eines Ausreispflichtigen verhindert worden – zumindest vorerst. Die Solinger Kirchengemeinde protestierte und verhinderte die Abschiebung eines Iraners, der seit einem Jahr im Kirchenasyl lebt, also eine Beihilfe zu illegalem Aufenthalt und die Anmaßung eine rechtmäßige Entscheidung außer Kraft zu setzen.

Hauptsache, man kann sich gut fühlen und im Glauben höchster Moral zu handeln, einen Ausreisepflichtigen den Hintern zu retten, und sollte durchs Kirchenasyl doch noch eine Duldung herbeigeführt werden, dann wird das Goldstück wieder den Steuerzahlern zur weiteren Versorgung übergeben – ein wahres christliches Prinzip.

Focus Online berichtet:

Eine Kirchengemeinde in Solingen hat einem Zeitungsbericht zufolge die Abschiebung eines ausreisepflichtigen Iraners verhindert. Der Mann lebte dem Bericht der „NRZ“ zufolge bereits seit einem Jahr im Kirchenasyl in der Gemeinde.

Nach Angaben der Polizei waren rund 100 Menschen am Montagmorgen um 05.00 Uhr in die Kirche zu einer Andacht gekommen, mit der sie gegen die Abschiebung des Mannes protestierten. Als um 05.30 Uhr dann wie angekündigt die Ausländerbehörde vor der Tür stand, weigerte sich der Iraner offenbar, mit den Beamten mitzugehen. Daraufhin soll der Pfarrer der Gemeinde den Beamten den Zutritt zur Kirche verweigert haben, da diese keinen Durchsuchungsbefehl vorweisen konnten. 

Unverrichteter Dinge musste die Ausländerbehörde wieder gehen, soll aber dem Bericht zufolge angekündigt haben, mit einem Durchsuchungsbefehl zurück zu kommen. Die ganze Aktion sei friedlich verlaufen, heißt es von der Polizei.

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