„SOKO CHEMNITZ“: Onlinepranger von linken Zecken soll Datenfalle gewesen sein

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Die „Künstlergruppe“ Zentrum für politische Schönheit hat ihren umstrittenen Onlinepranger zur Identifizierung von Teilnehmern rechter Aufmärsche in Chemnitz abgeschaltet – und zugleich erklärt, die Aktion sei in Wirklichkeit eine Falle für Rechtsextreme gewesen. Neonazis hätten durch Namenseingaben in der Suchfunktion der Internetseite „Soko Chemnitz“ unwissentlich selbst Hinweise auf die rechte Szene geliefert, heißt es auf der Website.

Es habe sich um einen „Honigtopf“ gehandelt – also eine Internetseite, mit der gezielt Gegner angelockt werden. „Wir bauten eine Webseite mit einem einzigen Ziel: Ihr liefert uns Euer gesamtes Netzwerk selbst aus und zwar ohne es zu merken“, heißt es an die Adresse der „lieben Nazis“. „Das wichtigste Element dieser Seite: die Suchfunktion. Über die Suche habt Ihr uns mehr mitgeteilt, als öffentlich zugängliche Quellen je verraten hätten.“

Die durch die Auswertung der Suchanfragen erlangten Datensätze hätten „die einmalige Möglichkeit“ geboten, „das ‚Netzwerk Chemnitz‘ auszuleuchten“.

Besucher, die die Webseite und deren Funktionen genutzt haben, sollten Strafanzeige stellen. Das Thema Datenschutz scheint bei den linken Zecken noch nicht angekommen zu sein.


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