Sehenswert: Jürgen Todenhöfer im Interview mit einem Al Qaida Kommandeur

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Liebe Freunde, das ist mein bisher schwierigstes Interview im Syrien-Krieg. Aufgenommen vor 10 Tagen in einem Steinbruch in Aleppo. Im Niemandsland zwischen den Fronten. Unterstützen die USA Al Qaida?

Ein Kommandeur der Al Qaida-Filiale ‚Jabhat Al Nusra‘ packt aus und bekennt offen seine Dankbarkeit gegenüber Saudi-Arabien und – mit Einschränkungen – gegenüber den USA. Wie der IS fordert er einen ‚islamischen Staat‘. Schroff lehnt er die zum Zeitpunkt des Interviews noch geltende Waffenruhe ab. Genauso wie die geplanten internationalen Hilfslieferungen. Wenn der Hilfs-Konvoi trotzdem komme, werde man seine Fahrer festnehmen.

Unser Gesprächspartner ist Kommandeur von ein paar hundert Mann. Er wurde uns durch einen Jabhat Al Nusra-Rebellen aus Aleppo vermittelt. Er nennt sich uns gegenüber ‚Abu Al Ezz‘. Wir konnten seine wahre Identität inzwischen präzise recherchieren. ‚Abu Al Ezz‘ ist Kämpfer, kein Funktionär. Er redet nicht um die Dinge herum, sondern nennt sie beim Namen. Von den romantischen Märchen westlicher Politiker über den syrischen ‚Freiheitskampf‘ bleibt nicht mehr viel übrig.

Man kann den Syrienkonflikt nur lösen, wenn man alle wichtigen Konfliktparteien kennt. Das Interview soll dazu einen Beitrag leisten. Mehr nicht. Ich mache mir keine der Äußerungen von ‚Abu Al Ezz‘ zu eigen. Jeder kann und soll sich selbst ein Urteil bilden. Vor allem die verantwortlichen westlichen Politiker. Wissen sie, was sie tun, wenn sie in Syrien Al Qaida und deren Verbündete unterstützen?

Quelle: Facebook