Seehofer traf „Lifeline“-Kapitän Reisch: Deutschland soll 150 „Flüchtlinge“ aus Libyen aufnehmen

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Claus-Peter Reisch, Schlepperkapitän der „Lifeline“ und auf Malta unter Anklage vor Gericht steht, traf sich gestern zu einem Gespräch mit Bundesinnenminister Horst Seehofer, im Gepäck drei Forderungen, u.a. die Aufnahme von 150 Flüchtlingen aus libyschen Folterlagern, um ihnen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Seehofer habe zugesichert, die Aufnahme zu prüfen. Erschreckend, dass Seehofer überhaupt den Schlepperkapitän empfängt und obendrein auch noch eine Aufnahme prüft.

Noch im Juli 2018 attackierte Reisch den Bundesinnenminister und forderte seinen Rücktritt, denn er wolle Menschen auf dem Mittelmeer ertrinken lassen. Die Rücktrittsforderung dürfte wohl beim gestrigen Treffen kein Thema gewesen sein, stattdessen erzählte Reisch aus seiner Sicht über grausame Geschichten vor der libyschen Küste und überreichte Seehofer ein Verzeichnis mit über 35.000 Toten, um in seinem Sinne den Drehhofer offenbar weich zu quatschen und zu beeindrucken, damit das Projekt „Seenotrettung“ weiter laufen und der Schlepperhelferkahn wieder auslaufen kann, um die nächsten Passagiere aus den Schlauchbooten aufzusammeln und in die gewünschte – oder wie erst kürzlich in die geforderte Richtung zu transportieren.

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