„Sea-Watch 3“ in Hafenstadt Catania angelegt – NGO befürchtet juristische Verfolgung in Italien

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Der Schlepperhelferkahn „Sea Watch 3“ hat im Hafen von Catania angelegt, die 47 Passagiere an Bord, die aus selbstverschuldeter Seenot vor der libyschen Küste aufgesammelt wurden, haben ihr Ziel erreicht und der Shuttle-Service übers Mittelmeer hat wieder bestens funktioniert. Nicht wenige Europäer wünschen sich, dass das NGO-Schiff – nicht nur dieses – endlich beschlagnahmt und die Crew an die Kette gelegt bzw. vor Gericht gestellt wird. Das befürchtet wohl auch die Hilfsorganisation „Sea- Watch“, denn der Staatsanwalt Carmelo Zuccaro aus Catania gilt als Hardliner, der rigoros gegen NGOs vorgeht.

Zeit Online vom 31.1.2019:

Das Rettungsschiffs der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch hat im Hafen von Catania angelegt. In Catania befürchtet die Berliner Hilfsorganisation allerdings eine juristische Verfolgung in Italien. „Die SeaWatch 3 wurde nach Catania beordert. Weg von einem sicheren Hafen, in eine Stadt, deren Staatsanwalt bekannt für seine Agenda gegen NGOs ist“, twitterte Sea-Watch. „Wenn das kein politischer Schachzug ist, wissen wir auch nicht. Wir hoffen das Beste und bereiten uns aufs Schlimmste vor.“

Staatsanwalt Carmelo Zuccaro aus Catania hatte mehrmals gegen Nichtregierungsorganisationen ermittelt. 2017 ließ er das deutsche Rettungsschiff Iuventa festsetzen. Damals war der Vorwurf Beihilfe zur Menschenschlepperei, dies wurde aber nie bewiesen. Auch ein Schiff der spanischen NGO Open Arms hatte er vorübergehend beschlagnahmen lassen, und den Hilfsorganisationen SOS Méditerranée und Ärzte ohne Grenzen warf er vor, mit ihrem Schiff illegal gefährlichen Müll in Italien entsorgt zu haben.


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