Schule will nicht tatenlos zusehen – Bamberg: Tschetschenischer Familie droht Abschiebung

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Symbolbild

Eine Familie aus Tschetschenien reiste 2013 nach Deutschland ein und lebt in Bamberg, nun droht die Abschiebung, insbesondere dem 17-Jährigen Sohn und der 13-Jährigen Tochter, sie gelten als ausreisepflichtig, hingegen die jüngsten Töchter (fünf Jahre und vier Monate alt) in Bamberg und Kulmbach geboren wurden, sozusagen Trumpfkarten. Wie gewohnt, löst auch dieser Fall ein Bessermenschen-Geschrei aus, die gerne die Gesetze nach ihrer Fasson biegen oder aussetzen möchten. Die Schule kämpft für den Verbleib und will nicht tatenlos zusehen, auch der Sportverein schaltet sich melodramatisch ein, das heißt bei Focus Online reißerisch: der ganze Ort kämpf um die Familie.

Sieben Jahre in Deutschland und offenbar liegt kein Asylgrund vor, nun gut, man hätte die damalige vierköpfige Familie bereits vor vielen Jahren und im Normalfall umgehend abschieben können, allerdings dürfte die drohende Abschiebung auch nicht vom Himmel gefallen sein und die Familie spielte womöglich durch Klage und Einlegen von Widerspruch auf Zeit, um das Bleiberecht doch noch zu sichern.  Obwohl die Einreise (illegal?) menschlich verständlich und nachvollziehbar ist, liegen offenbar nach geltendem Recht keine Voraussetzungen für Asyl bzw. Schutzgrund vor.

Im Artikel von Focus Online wird nur über die Kinder berichtet, wie toll sich die zwei Ältesten integriert hätten und wie aktuell die beiden Jüngsten Deutsch lernen, auch die vier Monate alte Tochter, das könnte auf ein Genie hindeuten. Die drohende Abschiebung löst natürlich gesundheitliche Probleme aus, insbesondere sind die zwei älteren Kinder betroffen,  und so besteht die Furcht, dass die medizinische Versorgung in Tschetschenien nicht gewährleistet wird. Die gleiche Leier wie bei anderen Fällen, ebenso die Atteste von Ärzten. Zusätzlich kommen die Pokerkarten „Terrorgebiet“ und „Anschlagsgefahr“ zum Einsatz. Wenn man die Ausbreitung der Tschetschenen-Clans, deren Fehden und Gewaltbereitschaft in Deutschland betrachtet, dann könnten diese beiden Abschiebehindernisse wohl in der Zukunft als obsolet betrachtet werden?

Über die Mutter und den Vater liegen scheinbar keine Informationen vor, allerdings im Bericht von nordbayern.de erfährt man, dass der 17-Jährige ein 16-Jähriger sei, der die ganze Familie managt, dolmetscht sowie Behördengänge erledigt, das lässt darauf schließen, dass die Eltern kein deutsch sprechen, trotz siebenjährigen Aufenthalt und wohl auch keine Interesse zeigen. Ebenso wenig wird darüber berichtet, ob die Familie ihren Lebensunterhalt selbst bestreitet, sich selber ernähren kann oder doch eher von Sozialleistungen lebt.

Der gesamte Mitleidsartikel kann auf Focus Online nachgelesen werden.


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