Schlepperschiff mit 400 Menschen darf nicht anlegen

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Italien und Malta streiten erneut über die Zuständigkeit für ein „Flüchtlingsschiff“, das im Mittelmeer zwischen dem Inselstaat und der italienischen Insel Lampedusa treibt, berichtet n-tv. Italiens Innenminister und Vize-Regierungschef Matteo Salvini sagte am Freitag, er werde dem Schiff mit mehr als 400 Menschen an Bord nicht erlauben, in einem italienischen Hafen anzulegen. „Malta, die Schleuser und die Gutmenschen sollen wissen, dass dieses Schiff hier nicht anlegen wird“, schrieb der Chef der Partei Lega auf Facebook.

Die Regierung in Valetta behauptete indes, das Schiff befände sich näher an italienischem als an maltesischem Staatsgebiet. Zudem würden die Menschen an Bord lieber nach Italien einreisen. Nach Angaben des italienischen Außenministeriums hatte das Boot die Behörden in Rom Freitagfrüh alarmiert, dass es Minderjährige an Bord habe, die „dringend Hilfe benötigen“. Das Schiff habe sich zu diesem Zeitpunkt allerdings in maltesischen Gewässern befunden.

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