Schielke-Ziesing: Bundesregierung muss endlich wachsende Altersarmut bekämpfen

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Das Statistische Bundesamt hat am 30.10.2019 neue Zahlen zur Armutsgefährdung in Deutschland und Europa (Haushaltserhebung LEBEN IN EUROPA EU-SILC) vorgestellt.

Dazu teilt die rentenpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag, Ulrike Schielke-Ziesing, mit:

„Wenn das statistische Bundesamt verkündet, der Anteil der von Armut und sozialer Ausgrenzung bedrohten in Menschen in Deutschland sei ‚stabil‘, ist das nur die halbe Wahrheit.

Denn hinter diesem Durchschnittswert versteckt sich der alarmierende Befund, dass erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik die Rentnergenerationen der über 65jährigen häufiger von Armut betroffen sind als jüngere Altersgruppen; zum Vergleich: 2008 war das noch umgekehrt.

Was wir heute erleben, ist erst der Anfang: Seit Jahren warnen Fachleute vor steigender Altersarmut. Auf der einen Seite haben wir viel zu niedrige Renten, häufig aufgrund geringer Einkommen und gnadenlos verfehlter Rentenreformen in der Vergangenheit. Auf der anderen Seite haben wir rasant steigende Lebenshaltungskosten, insbesondere fürs Wohnen, Heizen und Energie. Das kann nicht gut gehen, das sehen wir jetzt.

Die Bundesregierung muss sich die Frage gefallen lassen, warum sie nichts unternommen hat, diese absehbare Entwicklung zu verhindern. Und sie muss sich fragen lassen, mit welchen Vorschlägen sie gedenkt, das Rentensystem in Deutschland wieder auf solide Füße zu stellen. Das Klein-klein um die Grundrente innerhalb der Koalition ist keine Hilfe für die Betroffenen, die so dringend existenzielle Hilfe im Alter benötigen.“

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