Saarlands Ministerpräsident Hans (CDU) fordert neuen Nationenbegriff

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Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) fordert neuen Nationenbegriff, eine Bekenntnisnation, die alle einschließt, die sich zu ihr bekennen – gleich welcher Herkunft, Hautfarbe oder Religion.

Eigentlich hat man mit dieser Aussage „neuen Nationenbegriff“ noch nicht so früh gerechnet, aber die Weichen sind wohl für die Zukunft bereits gestellt und der Irrsinn ist nicht mehr aufzuhalten, schließlich hat das Fußballbegeisterte Land schon längst keine Nationalmannschaft mehr, die multikulturelle Elf heißt nur noch „Die Mannschaft“, die nicht mehr wegen der Ehre und das Land aufläuft, sondern wegen Geld, Prämien und Marktwert spielt.

WAZ vom 13.01.2019:

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans will die CDU erneuern. Der Begriff der Nation etwa gehöre neu und breiter definiert. Vor der CDU-Vorstandsklausur, die an diesem Sonntag in Potsdam beginnt, stößt Hans eine Debatte an, die seine Partei eine Weile beschäftigen könnte. Schließlich geht es um einem Begriff, der manchen Konservativen heilig ist: die Nation.

„Wir sollten uns als Union auch einmal grundsätzlich mit dem Begriff der Nation neu auseinandersetzen und dürfen diesen Begriff nicht einfach den Rechtspopulisten oder Rechtsextremisten überlassen“, sagte Hans unserer Redaktion. „Gerade wir als Europapartei haben gezeigt, dass es möglich ist, europäische Integration und deutsche Nation zusammenzuführen.“

Dann formuliert er die Forderung, die man in der Union so noch nicht gehört hat: „Was wir brauchen, ist ein moderner Nationenbegriff. Eine ,Bekenntnisnation’, die alle einschließt, die sich zu ihr bekennen – gleich welcher Herkunft, Hautfarbe oder Religion.“ Zur deutschen Nation kann demnach auch der muslimische Geflüchtete aus dem westafrikanischen Mali gehören – wenn er sich dazu entschließt.

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