Regiert von Ahnungslosen? Bundesregierung zahlte 186 Mio. Euro für externe Berater im ersten Halbjahr

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Egal welches Ministerium, offenbar fehlt die ausreichende Fähigkeit, die in diesen Behörden dringend erforderlich ist.  Im Kanzleramt und in den Ministerien arbeiten mehr als 20.000 Mitarbeiter, allerdings wohl teils ohne ausreichenden Sachverstand, und wenn kein Wissen vorhanden ist, muss es irgendwo herkommen bzw. gekauft werden. Und so gab die Bundesregierung im ersten Halbjahr 186 Millionen Euro für externe Berater aus. Angesichts der elementaren und teils schaurigen Fehlentscheidungen könnte man aber meinen, dass trotz der externen Beratung die Politiker und die Mitarbeiter in den Ministerien nicht klüger werden.

Spiegel Online berichtet:

Die Bundesregierung hat im ersten Halbjahr mindestens 186,1 Millionen Euro für externe Berater ausgegeben. Spitzenreiter bei den Investitionen in Expertise von außen sind das Innenministerium mit 79,8 Millionen Euro und das Finanzministerium mit 48,2 Millionen Euro. Dahinter folgen das Gesundheitsministerium mit 16,3 Millionen und das Verkehrsressort mit 16,0 Millionen. Das Verteidigungsministerium gibt dagegen als einziges Ressort an, von Januar bis Juni gar kein Geld für Berater ausgegeben zu haben. Die Zahlen gehen aus einer Antwort des Finanzministeriums auf eine Anfrage des Linkenabgeordneten Matthias Höhn hervor.

Kritiker meinen, dass der Einkauf von Sachverstand zu teuer und angesichts der mehr als 20.000 Mitarbeiter in den Ministerien auch nicht zwingend notwendig sei.

Der Linkenabgeordnete Matthias Höhn nannte die Angaben des Verteidigungsministeriums „unglaubwürdig“. „Die Bundesregierung versucht, die Öffentlichkeit irrezuführen, indem sie die wahren Beraterkosten unter Verschluss hält“, sagte er.

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