Prof. Khorchide: Der Koran ist barmherzig wie kein anderes heiliges Buch

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Prof. Khorchide versucht den Koran besser zu erklären und zitiert in Suren die Barmherzigkeit, die in keinem anderen heiligen Buch derart betont wird. Der Islam ist barmherzig – ein bisschen Strafe gehört natürlich dazu – und Schuld an dem Elend sind immer die anderen.  Aber es ändert nichts daran, dass der Koran auch eine Menge kriegerischer Verse beinhaltet, die Gewalt legitimieren, mit denen sich viele Verbrechen rechtfertigen lassen. Weitgehend in der muslimischen Welt gilt der Koran als das letzte und unveränderbar gültige Wort Gottes und somit der Islam als die einzig wahre Religion. Wie sieht es denn in der Welt mit der Barmherzigkeit des Islam aus? Sunniten gegen Schiiten? Sogenannte „Gläubige“  gegen Kafirs? Und wie sieht es mit der Barmherzigkeit der Muslime aus, wenn sie beispielsweise eine Unterkunft in Düsseldorf abfackeln, nur weil dort während des Ramadan Essen ausgegeben wird? Der Koran lässt möglicherweise doch zu viel Spielraum, um ihn für eigene Interessen zu nutzen. Vielleicht sollte Prof. Khorchide den Koran nicht zu einseitig interpretieren.

Fakt ist, der Westen benötigt kein neues Bild des Korans, sondern die islamische Welt. Für die  Bevölkerung Deutschlands und Europas versprüht der Islam keinerlei Anziehungskraft, wenn man sich trotz allem mit ihm beschäftigen muss, hängt das eher mit den täglichen Meldungen im Zusammenhang. Und selbst wohlwollend betrachet, ist nichts von Barmherzigkeit zu vernehmen bzw. zu spüren. Dann schon eher: „An Ihren Taten sollt ihr sie erkennen“. Das trifft den Nagel auf den Kopf, oder?

Auszugsweise aus dem Gastbeitrag von Prof. Mouhanad Khorchide für Zeit Online:

[…] Den Islam und die Barmherzigkeit in einem Atemzug zu erwähnen klingt in den Ohren vieler Menschen angesichts der vielen Terrormeldungen im Namen des Islam absurd. Dabei betont gerade das heilige Buch der Muslime, der Koran, die Barmherzigkeit wie kein anderes heiliges Buch.

Der Koran beschreibt die Barmherzigkeit Gottes als absolut, während seine Strafe relativ bleibt, denn er will ja auch vergeben: „Meine Strafe trifft, wen ich möchte, und meine Barmherzigkeit umfasst alle Dinge“ (Koran 7:156), sie umfasst also auch seine Strafe. Die Strafe Gottes ist kein Gegenüber zu seiner Barmherzigkeit, sondern ein Teil dessen. Der Prophet Mohammed sagte dazu: „Als Gott die Schöpfung bestimmte, schrieb er auf seinen Thron: ‚Meine Barmherzigkeit steht über meinem Zorn [in einer anderen Überlieferung: … ist schneller als mein Zorn].'“ An keiner Stelle im Koran sagt Gott über sich, er sei der Bestrafende; vielmehr beauftragt er Mohammed: „Verkünde den Menschen, dass ich der unübertrefflich Verzeihende, der Barmherzige bin, und meine Strafe, sie ist schmerzhaft.“ (Koran 15:49-50) […] Weiterlesen

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