Philosoph Safranski: Das „inflationäre Geschwätz von Fremdenfeindlichkeit und Islamophobie“ müsse aufhören

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Derart ehrliche und klare Worte sind selten zu vernehmen, diese findet der Literaturwissenschaftler und Schriftsteller Rüdiger Safranski in einem Interview mit Spiegel Online (leider ein Bezahlartikel), er thematisiert Probleme, kritisiert die Flüchtlingskrise, den politischen Islam, das inflationäre Geschwätz von Fremdenfeindlichkeit und Islamophobie und das Milieu des politischen Kitsches, dazu zählen auch die blauäugigen „Willkommens-Floskeln“. Vor zwei bis drei Jahren wären solche Aussagen noch undenkbar gewesen.

Jeder Bürger mit gesundem Menschenverstand kommt wohl zum gleichen Ergebnis, illusorisch zu glauben, dass riesige Migrantenströme aus kulturfremden bzw. muslimischen Ländern einfach zu integrieren und somit zu einem westlich orientierten Zusammenleben in Deutschland fähig sind, die ein verachtendes Frauenbild mitbringen, Affinität zu Gewalt zeigen und nur die Scharia als oberstes Gesetz gelten lassen. Kein Mensch würde Fremde ins Haus lassen und kostenlos versorgen, die man nicht kennt und sich nicht an die Regeln halten.

Wird sich die Geschichte ähnlich wiederholen? Man denke nur an den Niedergang Roms und an die damalige dekadente Elite. Soweit ist es in Deutschland noch nicht, aber die nächsten Jahre könnten  zur vollständigen Veränderung und Verdrängung reichen? Das Vermächtnis von Merkel?

Safranskis Aussagen bringen es gut auf den Punkt, eigentlich eine Pflichtlektüre für die Damen und Herren im Berliner Elfenbeinturm, aber die Aussagen sind leider nicht politisch korrekt und werden kein Gehör finden, sonst müssten sie eingestehen, dass sie Fehler gemacht haben und immer noch machen:

[…]  „Der politische Islam ist unserer Lebensform feindlich gesinnt.“ Wer ihn nicht bekämpfe, werde ihn „mit Recht fürchten müssen“.

Angesichts von „riesigen Migrantenströmen“ müsse man sich fragen, ob sich die liberale Gesellschaft künftig aufrechterhalten lasse. „Und ich befürchte, wir werden es bei der gegenwärtigen Blauäugigkeit nicht können.“

Safranski kritisierte eine „Denkfaulheit“, die im „Milieu des politischen Kitsches“ gedeihe. Als Beispiele nannte er den Ausspruch der Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt,   die im November 2015 im Bezug auf den Flüchtlingszuzug gesagt hatte: „Wir kriegen jetzt plötzlich Menschen geschenkt.“ Zum Kitsch gehöre auch „die Vorstellung eines dauerhaften friedlichen Nebeneinanders der Kulturen. Das wird es wohl nie geben.“ […] Weiterlesen auf Die Welt.de


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