Patenschaften-Projekt: Neues Flüchtlings-Aufnahmeprogramm stößt bisher auf wenig Interesse

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Symbolbild

Anfang Mai 2019 haben die Bundesregierung und evangelische Kirche ein neues Aufnahmeprogramm für Flüchtlinge verkündet, freiwillige Mentoren sollen noch in diesem Jahr bis zu 500 Flüchtlingen im Rahmen des Pilotprojekts „Neustart im Team“ (NesT) beim Einleben in Deutschland helfen – bei Behördengängen, der Suche nach Wohnungen, Arbeitsplätzen und Schulen und bei Begegnungen etwa in Sportvereinen und bei Festen. Die „Rundum-Bemutterung“ bringt auch einen finanziellen Nachteil, die Kaltmiete der Wohnung muss für zwei Jahre übernommen werden, damit wird der eigene Geldbeutel stark belastet und da hört meist die Nächstenliebe auf.

Offenbar hofften die zwei Initiatoren des Projekts auf reges Interesse, allerdings finden sich bisher nur wenige „Refugees-Welcome-Befürworter“, die ihre Teilnahme als Paten bekunden und aufopferungsvoll bereit sind, „Flüchtlingen“ – wohl eher Migranten – bei der Integration zur Seite zu stehen. Vermutlich würde sich die Begeisterung schlagartig erhöhen, wenn die Allgemeinheit für die Kosten aufkommt und die Hypermoralisten nur das gute Gefühl „etwas getan zu haben“ ausleben könnten.

Welt.de berichtet:

Im Rahmen des Pilotprojekts „Neustart im Team“ (NesT) sollten insgesamt 500 schutzbedürftige Migranten aus Krisenregionen direkt nach Deutschland umgesiedelt werden.

Voraussetzung ist, dass sich hierzulande Paten finden, die sich um die Schutzbedürftigen ideell und auch finanziell kümmern. Das Programm sei „ein echtes Gemeinschaftswerk von Staat und Zivilgesellschaft“, sagte Innenstaatssekretär Stephan Mayer (CSU) damals. Doch offensichtlich ist das Interesse der Zivilgesellschaft bislang nicht allzu groß.

Erst 25 sogenannte Mentorengruppen hätten bislang Interesse bekundet, sich als Paten für einzelne Flüchtlinge oder Familien zu beteiligen, sagte Edgar Born von der zentralen Koordinierungsstelle des Programms am Mittwoch. Weiterlesen auf Welt.de

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