Offener Vollzug geplant: Berlin setzt Sicherungsverwahrte auf freien Fuß

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Symbolbild

Katina S. hat Angst. Seit 60 Jahren wohnt sie neben der JVA Tegel und fühlte sich bisher immer wohl. Jetzt nicht mehr, denn es gibt Pläne, dass sie bald täglich Mördern, Kinderschändern und Vergewaltigern über den Weg laufen wird.

Da wäre zum Beispiel Keith M., verurteilt 2005, weil er einen siebenjährigen Nachbarsjungen zu Tode quälte und sein Verbrechen damit begründete, dass er schon immer wissen wollte, wie Foltern und Morden so ist. Oder Mitinsasse Gerhard H., der Mitte der 90er Jahre versuchte, eine Zwölfjährige zu vergewaltigen, sie misshandelte und schließlich brutal tötete. Diese beiden und weitere exzessive Gewalttäter gehören hinter Schloss und Riegel! Doch weit gefehlt:

Wo NRW keinen Platz mehr für Schwerverbrecher hat und daher Häftlinge in anderen Bundesländern unterbringen muss, ist die Hauptstadt schon einen großen Schritt weiter. Wozu Sicherungsverwahrte noch inhaftieren, wenn man sie auch auf freien Fuß setzen kann? 50 Sexualstraftäter und extrem brutale Gewaltverbrecher, bei denen das Gericht entschied, dass sie auch nach Verbüßen ihrer Haftstrafe weggesperrt werden müssen, werden aller Voraussicht nach in den offenen Vollzug überstellt.

Man lässt Mörder, Kinderschänder sowie Vergewaltiger auf die Nachbarschaft los. Kein Wunder, dass die Anwohner Angst um Leib und Leben haben. Der offene Vollzug für diese Straftäter ist ein Pilotprojekt in Berlin. Die Verwaltung argumentiert damit, dass man damit einen klaren gesetzlichen Auftrag aus dem Sicherungsverwahrungsvollzugsgesetz umsetze. Stellt sich die Frage, mit welchem Recht man die Bevölkerung einer solchen Gefahrenlage aussetzt? Sicherheitsverwahrte haben aus gutem Grund ihren Status und gehören weggesperrt!

https://www.berliner-zeitung.de/…/berlin-tegel-jva-anwohner…

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