„Ocean Viking“ sucht sicheren Hafen in Italien oder Malta – Tripolis öffnet Hafen – NGO lehnt ab

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Das Schlepperhelferschiff „Ocean Viking“ hat nach dem Aufsammeln-Marathon im Mittelmeer nun 356 Migranten – überwiegend junge und gut genährte Männer – an Bord und sucht nun dringend einen Hafen. Der nächste Akt der Erpressung wird eingeläutet, unverschämt werden Italien und Malta um Erlaubnis gebeten, die Versorgungssuchenden in einen ihrer Häfen abladen zu können. Unter keinen Umständen werden die Migranten nach Libyen zurückgebracht und daher das Angebot von Tripolis abgelehnt, die „Geretteten“ wieder an den Ausgangspunkt der Reise abzusetzen.

Bis die Aufnahme bzw. das Happy End für die Einreisewilligen erfolgreich erpresst wird, dürfte das Schlepperhelferschiff wieder tagelang im Mittelmeer bzw. vor den italienischen/maltesischen Hoheitsgewässern umher tuckern, spannungsvolle Dramen durch die Schiffs-Crew – humanitäre Katastrophe an Bord , Krankheiten brechen aus – sollen den Tränendrüseneffekt auslösen und den Druck auf Europa erhöhen, damit sich wieder einige europäische Staaten für eine Aufnahme bzw. dauerhafte Vollversorgung erbarmen.

Welt.de berichtet:

Die Betreiber des Rettungsschiffs „Ocean Viking“ haben Italien und Malta offiziell um die Erlaubnis gebeten, die 356 aus dem Mittelmeer geretteten Migranten in einem ihrer Häfen von Bord gehen zu lassen. Nach vier Tagen Such- und Rettungseinsatz im zentralen Mittelmeer baten Ärzte ohne Grenzen und SOS Mediterranée die Behörden um „Unterstützung, einen Ort der Sicherheit zu finden“.

Die Flüchtlinge zeigten „Zeichen physischer und psychologischer Gewalt, die sie während ihrer Reise durch Libyen erfahren haben“. Die Nichtregierungsorganisationen betonten, sie würden Überlebende nicht zurück nach Libyen bringen, da die Häfen nicht sicher seien.

ilgiornale.it berichtet:

Tripolis öffnet den Hafen für das norwegische Schiff „Ocean Viking“, aber die NGO lehnt ab: „Niemals in Libyen“. „Wir werden unter keinen Umständen Menschen nach Libyen zurückbringen“, sagen die Aktvisten, „nach internationalem Recht sind weder Tripolis noch irgendein anderer Hafen in Libyen ein sicherer Hafen, und es wäre eine ernsthafte Verletzung, Menschen dorthin zu bringen.“


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