Nizza: Polizisten zwingen Muslima, Burkini auszuziehen

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Frankreich hat eine laizistische Staatform, das bedeute eine strenge Trennung von Kirche (Religion) und Staat. Die Franzosen sind stolz auf dieses System, das weitreichender ist als das säkulare, wie es Deutschland, Österreich, Italien oder die Niederlande haben. In Frankreich gilt seit Jahren Null-Toleranz für auffällige religiöse Statements in der Öffentlichkeit. Nach den jüngsten Islamanschlägen gibt es auch an einigen Stränden ein Burkiniverbot. Cannes hat dafür extra ein Dekret erlassen. Für Bürgermeister David Lisnard ist diese unhygienische, islamische Badeunsitte eine „Uniform des extremistischen Islamismus“ und die französische Polizei macht ernst. Am Strand von Nizza zwangen bewaffnete Polizisten eine Frau ihren Burkini auszuziehen.

Sie möge sich „freimachen“ forderten die Beamten eine am Strand von Nizza liegende Moslemin unmissverständlich auf ihr ideologisches Statement auszuziehen.

Das Verbot und seine strikte Umsetzung schmecken den Islamverbänden natürlich gar nicht, sie wollten es beim Verwaltungsgericht von Nizza via Eilantrag sofort kippen. Das Gericht entschied aber im Sinne des Laizismus, das Burkiniverbot sei „notwendig, angemessen und verhältnismäßig“. Frankreich ist nach den Islammassakern der vergangen Jahre gewillt eine Störung der öffentlichen Ordnung durch Unfrieden erzeugende Zurschaustellung des Islams zu unterbinden.

Einige Strandbesucher sollen während der Amtshandlung Beifall geklatscht und „Geh nach Hause“ gerufen haben. Solche Bilder wird man an französischen Stränden dann wohl künftig weniger sehen.

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