Neue Studie belegt klar: Die ARD-Tagesschau bevorzugt Grüne und Linke

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Liebe Leser, die 20 Uhr-Ausgabe der Tagesschau gilt mit durchschnittlich ca. zehn Millionen Zuschauern als wichtigste deutsche Nachrichtensendung. Untermauert wird dies durch die hohen Glaubwürdigkeitswerte: Nach einer aktuellen Forsa-Umfrage vertrauen 90% der Zuschauer dieser Sendung „voll und ganz“ oder zumindest „eher“.

Allein schon aus diesem Grund müsste man aus journalistischem Selbstverständnis heraus bei der Tagesschau-Redaktion auf höchstmögliche Ausgewogenheit größten Wert legen.

So sollte es sein – und für all diejenigen Journalisten, deren journalistisches Selbstverständnis nicht ganz so weit ausgeprägt ist, sondern die sich eher – wie Helmut Schmidt es einstmals formulierte – der politischen als der journalistischen Klasse zugehörig fühlen, gibt es ja zum Glück noch den Rundfunkstaatsvertrag.

Selbiger verpflichtet in Art. 11 Abs. 2 den Staatsfunk, objektiv und unparteiisch zu berichten sowie die Meinungsvielfalt und die erforderliche Ausgewogenheit zu beachten.

Das einzige Problem ist: Die vom NDR für die ARD produzierte Tagesschau wird dieser Verpflichtung nicht gerecht. Der Verstoß ist derart eklatant, dass man hier von einer klaren Bevorzugung von Grünen und Linken sprechen muss.

Dies wurde nun nämlich durch eine umfangreiche Studie unserer Bürgerschaftsfraktion im hamburgischen Senat herausgearbeitet. Dort hat man sämtliche 20 Uhr-Ausgaben der Tagesschau zwischen den 25.9.2017 und dem 30.6.2018 (also alle 279 Sendungen seit der Bundestagswahl) daraufhin untersucht, wie oft welche Oppositionspolitiker zu Wort kamen. Diese sehr aufschlussreiche Studie ist übrigens für jedermann im Netz verfügbar:

Das Kernergebnis lautet: die Oppositionsparteien werden in der Tagesschau genau umgekehrt proportional zu ihrem Wahlergebnis berücksichtigt.

Ausgerechnet die kleinste Oppositionspartei mit gerade mal 8,9% der Stimmen, nämlich die sogenannten Grünen, kommt auf sage und schreibe 154 Statements. Die Linken mit 9,2% der Stimmen kommen auf 102 Beiträge, die FDP mit 10,7% auf 90 Wortbeiträge und wir – als Oppositionsführer! – mit 12,6% der Stimmen gerade einmal auf 88 Stellungnahmen.

Das bedeutet: Obwohl die beiden linken Oppositionsparteien lediglich knapp 44% der Opposition stellen, dürfen sie fast 60% der Statements abgeben! So geht Ausgewogenheit à la NDR.

Aus dieser „Ausgewogenheit“ ergibt sich eine beachtlich höhere Regelmäßigkeit der Präsenz von linksgrünem Gedankengut: So braucht es nur 2,3 Tagesschau-Sendungen, bis wieder ein „Grüner“ seine Meinung kundtun darf, während man AfD-Vertreter fast vier Sendungen lang außen vor lässt.

Es ist doch vollkommen klar, dass damit bei vielen Zuschauern – vor allem bei denen, die politisch etwas weniger interessiert sind – zumindest unterbewusst ein lebhafteres Bild vom linksgrünen Oppositions-Spektrum gezeichnet wird, als dies bei AfD und auch FDP der Fall ist. Zusammen mit der von mir bereits hinlänglich thematisierten deutlichen Unausgewogenheit der Talkshow-Besetzungen ergibt sich also eine sehr deutliche Bevorzugung ausgerechnet der kleinsten Partei im Bundestag.

Das Ergebnis lässt sich in den aktuellen Umfragen ablesen: Die Grünen haben im Vergleich zu ihrem Wahlergebnis spürbar zulegen können, obwohl von ihnen nach wie vor nur Vorschläge kommen, die kein einziges Problem Deutschlands lösen, sondern weitere für unsere Heimat schaffen.

Wenn Sie, liebe Leser, sich nun fragen, was die Ursache für diese unausgewogene Berichterstattung ist, so empfehle ich Ihnen die Beschäftigung mit einer großen Studie des Hamburger Instituts für Journalistik aus dem Jahr 2005, an der über 1.500 Journalisten teilnahmen. Auf die Frage, welche Partei diese Journalisten persönlich präferierten, gaben satte 35,5% (!) die Grünen an, gefolgt von der SPD mit 26%. CDU mit 8,7% und FDP mit 6,3% spielten im Prinzip kaum eine Rolle, AfD und Linke waren damals noch nicht gegründet.

So wie jeder Arzt eine eigene politische Überzeugung haben darf, so gilt dies natürlich auch für jeden Journalisten. So wie aber auch der Arzt nicht auf die Idee käme, seine Patienten nach ihrer politischen Einstellung zu bevorzugen oder zu benachteiligen, muss dies selbstverständlich auch für Journalisten gelten, denn ihre Aufgabe besteht in der Berichterstattung, nicht in der Stimmungsmache. So viel Professionalität darf der GEZ-gebeutelte Zuschauer wohl noch erwarten, oder?

Wenn also die Tagesschau ihren Ruf als Flaggschiff der deutschen Nachrichtenwelt nicht verlieren möchte, dann sollten die Redakteure ihre persönliche politische Meinung ab sofort beim Betreten des Sendegebäudes an der Garderobe abgeben – und beim Gang in den Feierabend exakt dort wieder abholen.

Zeit für Meinungsvielfalt und Ausgewogenheit in der Tagesschau. Zeit für die AfD.

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