Natürlich in Berlin: Häftlinge bekommen WLAN – Kosten 7,3 Millionen Euro

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Symbolbild

Vollen Zugang sollen 1200 der rund 4600 Berliner Haftplätze ins Internet  mit Tablets erhalten oder an stationären PCs, allerdings begrenzt auf bestimmte Seiten oder für E-Mails – Kosten 7,3 Millionen Euro. Berlins Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) er erhofft sich, dass die Gefangenen durch den Zugang zum Internet besser qualifiziert und resozialisiert werden.

Wo hört Strafvollzug auf und wo fängt Kuschelknast an? Offenbar ist der Sinn von Strafe absitzen vollkommen verloren gegangen, schon längst genießen die Strafgefangenen viele Freiheiten, wie Bücher, TV oder Sport, und zudem besteht heute bereits das Problem, dass Knackis einen guten Kommunikationsweg nach draußen haben, da wäre eine Internetverbindung sicher noch hilfreicher. Was kommt als nächstes für die Resozialisierung? Whirlpool und Frühstücksbuffet?

BZ-Berlin.de berichtet:

Justizsenator Dirk Behrendt (47, Grüne) beschert den Berliner Knackis vollen Empfang. 1200 der rund 4600 Berliner Haftplätze sollen Zugang ins Internet erhalten mit Tablets oder an stationären PCs – allerdings begrenzt auf bestimmte Seiten oder für E-Mails.

Behrendt hat 7,3 Millionen Euro auf die Investitions-Liste des Senats setzen lassen. Insgesamt 650 Millionen Euro will Rot-Rot-Grün in 2019 zusätzlich zum Haushalt ausgeben – darunter Kita-Modulbauten, Rathaus-Sanierungen und eben auch WLAN für die Häftlinge. Das Geld stammt aus Berlins Jahresüberschuss von 2,4 Milliarden Euro in 2018.

Los geht es auf Stationen der JVA Tegel, auf denen die Resozialisierungs-Chancen besonders gut sind, und im Frauenknast. Als letztes sollen die Häftlinge Internet-Zugang erhalten, die eine Ersatz-Freiheitsstrafe absitzen, weil sie ihre Tagessätze nicht bezahlen können oder wollen. Auch Moabit steht hinten an, weil es dort fast nur U-Haft-Plätze gibt.

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