Nanu, woran liegt das? In niedersächsischen Gefängnissen wird der Platz knapp

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Symbolbild

In Deutschland herrscht nicht nur Mangel wie z.B. an Wohnungen, Kita-Plätzen oder Frauenhäuser, auch Knastplätze scheinen nicht ausreichend vorhanden zu sein, u.a. sind die Gefängnisse „flüchtlingsbedingt“ überlastet, wie das Beispiel Niedersachsen zeigt.

Zur euphorischen Willkommenskultur passte halt nicht der Bau zusätzlicher Gefängnisse, man ging wohl davon aus, dass nur freundliche, gutherzige und gesetzestreue „Flüchtlinge“ kamen/kommen und die bösen Einzelfälle bleiben daheim. Nun sind sie halt da, aber nicht genug Knastplätze. Da bietet sich zur Entlastung der vorhandenen Kapazitäten bestens die Bewährungsstrafe an, damit fallen keine Kosten für den Knastaufenthalt an und zudem gelangen die unbequemen Tatsachen nicht so leicht ans Tageslicht?

[…] In den niedersächsischen Gefängnissen wird der Platz knapp. Das hat das Justizministerium auf Anfrage von NDR Niedersachsen bestätigt. Demnach liegen die Belegungsquoten in einzelnen Gefängnissen in der Strafhaft bei mehr als 99 Prozent. Das Ministerium spricht von einer „durchaus angespannten“ Lage. Besonders voll sind die Gefängnisse in Bremervörde (Landkreis Rotenburg), Celle, Oldenburg, Sehnde (Region Hannover) und Hannover. „Wir sind schon nahe der 100-Prozent-Marke“, sagte ein Ministeriumssprecher. „Viel Platz ist nicht mehr.“

Hintergrund des akuten Platzmangels ist ein Wegfall an Haftplätzen. Seit 2014 sind nach Ministeriumsangaben rund 600 Haftplätze abgebaut worden. Dann seien aber mehr Straftäter in die Haftanstalten eingewiesen worden als erwartet – unter anderem, weil wegen des verstärkten Zuzugs Geflüchteter deutlich mehr Menschen ins Land gekommen sind. Der Ausländeranteil ist in den niedersächsischen Gefängnissen laut Ministerium von etwa 22 Prozent im Jahr 2014 auf jetzt 33 Prozent gestiegen. Landesweit sind zurzeit mehr als 4.700 Männer und Frauen inhaftiert. […] Mehr Informationen auf ndr.de


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